Thurgau will mehr erneuerbare Energie

publiziert: Montag, 12. Mrz 2007 / 12:05 Uhr / aktualisiert: Montag, 12. Mrz 2007 / 13:01 Uhr

Frauenfeld - Der Thurgau soll nach dem Willen der Kantonsregierung «in die Champions League der Energiepolitik» aufsteigen. Bis 2015 sollen 13 Prozent weniger fossile Energie fürs Heizen verbraucht werden.

Der Minergie-Standard soll für Neubauten als verbindlich werden.
Der Minergie-Standard soll für Neubauten als verbindlich werden.
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In einem am Freitag präsentierten «Bericht zur Förderung erneuerbarer Energien und der Energieeffizienz» benennt die Thurgauer Regierung ihre energiepolitischen Ziele für die nächsten Jahre.

Zudem erklärt sie, für deren Erreichung künftig 3,6 Mio. Fr. Kantonsmittel einsetzen zu wollen.

Mehr Geld

Bisher hat der Kanton für das entsprechende Förderprogramm jährlich 600 000 Franken ausgegeben. Dadurch wurde noch einmal derselbe Betrag an Bundesgeldern ausgelöst, so dass insgesamt 1,2 Millionen Franken zur Verfügung standen.

Wegen der grossen Nachfrage hatte die Regierung 2006 einmalig 1,6 Millionen Franken ins Budget aufgenommen. Dieser Betrag wurde durch den Bund auf 2,6 Mio. Fr. erhöht. Künftig sollen die 3,6 Mio. Fr. allein vom Kanton kommen - vom Bund werden weitere 2 Mio. Fr. erwartet.

Minergie und Biogas

Erreicht werden soll dadurch bis 2015 eine Einsparung von 13 Prozent der fossilen Energien im Heizbereich. Der Stromverbrauch im Kanton soll um maximal 5 Prozent gegenüber dem Jahr 2000 steigen. Die Einsparungen bei den Heizungen sollen durch verschiedene Massnahmen möglich werden. Einserseits will die Kantonsregierung den Minergie-Standard für alle Neubauten verbindlich erklären. Andererseits will sie die Produktion eneuerbarer Energien steigern.

Dabei sieht sie vor allem im Bereich von Holz- und Biogasnutzung grosses Potential. 2015 sollen 4,5 Prozent des gesamten Wärmebedarfs im Kanton durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Zudem sollen auf diese Art 1,5 Prozent des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien stammen. Die Entscheidung darüber, ob im Thurgau ein grösseres Geothermieprojekt gestartet werden soll, will die Regierung vom Ausgang des Basler Projektes abhängig machen. Dieses ist in letzter Zeit durch mehrere Erdbeben in die Schlagzeilen geraten.

(ht/sda)

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