Solarthermische Kraftwerke ersetzen fünf AKWs

publiziert: Sonntag, 9. Mrz 2008 / 09:54 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 9. Mrz 2008 / 10:38 Uhr

Stuttgart - Erneuerbare Energien stehen hoch im Kurs. Mit solarthermischen Kraftwerken bekommt nun auch eine Technologie, um die es in den vergangenen Jahren ruhig geworden war, neuen Aufwind.

Noch besteht ein Preisnachteil gegenüber fossilen Brennstoffen.
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Neben Pilotprojekten in den USA befinden sich Anlagen in Spanien, Algerien und Marokko im Aufbau. «Im Moment sind solarthermische Kraftwerke im Bau und in Planung, deren Leistung der von fünf grossen Atomkraftwerke entspricht», bestätigt Karl-Heinz Funken vom Institut für technische Thermodynamik in Stuttgart.

Das Prinzip der Kraftwerke ist simpel: Mithilfe von tausenden Spiegeln wird Sonnenlicht gebündelt und ein Thermoöl auf ca. 400 Grad Celsius erhitzt, dessen Wärme zur Erzeugung von Wasserdampf übertragen wird. Der entstehende Dampf treibt Turbinen an die in Folge Elektrizität erzeugen.

Im Vergleich zu Photovoltaik-Anlagen arbeiten solarthermische Kraftwerke effizienter. «Die Anlagen produzieren elektrischen Strom in einem grösseren Massstab. Im Vergleich zu Photovoltaik sind die Kosten deshalb niedriger», so Funken. Gegenüber fossilen Brennstoffen ist der Preis trotzdem noch zu hoch. «Wenn man die weitere technische Innovation und politische Initiativen zum Klimaschutz und zur Begleitung der Marktentwicklung mit einbezieht, sieht die Situation jedoch anders aus», gibt der Wissenschaftler zu bedenken.

Geeignet für Wüstengebiete

Durch die technologische Weiterentwicklung arbeiten die Kraftwerke heute effizienter als früher und bieten weitere Vorteile. So können die Anlagen bereits Energie speichern und noch Stunden nach Sonnenuntergang abgeben. Die Kraftwerke brauchen jedoch enorm viel Platz und werden nicht nur deshalb in Wüsten gebaut. Solarthermische Kraftwerke machen da Sinn, wo es möglichst viel direkte Sonneneinstrahlung, also wenige Wolken, gibt. «Die Sahara, die Wüste in Namibia, die Hochebenen von Chile, Australien oder der Westen der USA sind gut geeignete Gebiete», erklärt Funken.

Mit der produzierten Energie würde vorerst der regionale Bedarf gedeckt. In Zukunft könnten auch weiter entfernte Gebiete versorgt werden, meint Funken: «Möglicherweise kann etwa ab 2020 daran gedacht werden, Strom aus diesen Gebieten über Leitungen in Industriezentren zu exportieren.»

(ht/pte)

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