Hierzulande ist es schwierig und teuer

Schweizer Unternehmen investieren eher in ausländische Windenergie

publiziert: Donnerstag, 20. Aug 2015 / 18:50 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 20. Aug 2015 / 21:51 Uhr
Im Schweizer Gebirge sei der Bau von Windrädern wegen der steilen Hanglagen und teils schlecht erschlossenen Gebiete schwierig und teuer.
Im Schweizer Gebirge sei der Bau von Windrädern wegen der steilen Hanglagen und teils schlecht erschlossenen Gebiete schwierig und teuer.

Zürich - Schweizer Energieunternehmen investieren vermehrt in Windenergie im Ausland - und kaum in der Schweiz. Die Schweiz bietet laut einer ETH-Forscherin zwar einiges Potenzial für Windenergie. Dieses zu nutzen, sei jedoch schwierig.

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Weiterführende Links zur Meldung:

Schweizerische Besonderheiten bei der Planung von Windparks
Artikel zur Windenergie in der Schweiz
ethz.ch

Der Bundesrat schätzt das Potenzial der Windenergie in der Schweiz bis 2050 auf über 4 Tera Wattstunden (TWh). Trotzdem investieren Schweizer Unternehmen eher in Windenergie im europäischen Ausland, schreibt die ETH-Doktorandin Fanny Frei im Zukunftsblog der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) vom Donnerstag. Aktuell werde in der Schweiz nur gerade 0,1 TWh Strom aus Windkraftanlagen hergestellt.

Windenergie könnte vor allem in den Alpen und im Jura hergestellt werden, da dort durchschnittlich hohe Windgeschwindigkeiten vorkämen, schreibt Frei. Darin sieht sie auch einen Grund, weshalb das Windenergie-Potenzial in der Schweiz derzeit brachliegt: Im Gebirge sei der Bau von Windrädern wegen der steilen Hanglagen und teils schlecht erschlossenen Gebiete schwierig und teuer.

Für den Transport von 50 Meter langen Rotorblättern etwa brauche es grosse Strassen. Zudem bestehe die Gefahr der Vereisung der Rotorblätter. Viele potentielle Standorte würden überdies in Schutzgebieten liegen.

Bergbevölkerung muss zustimmen

Frei sieht eine Asymmetrie zwischen Produktion und Verbrauch: Während der Strom vor allem im Unterland gebraucht wird, würden die Windräder vor allem in den Bergen zu stehen kommen. Die Bergbevölkerung müsse dem zustimmen - sonst werde nicht gebaut.

Zudem seien die Mittel in der Schweiz für die kostendeckende Einspeisevergütung für Strom aus erneuerbaren Energien beschränkt. Investoren müssten deshalb teils fünf Jahre warten, bis sie Fördergelder sehen.

Derzeit dauere die Planung und der Bau eines Windparks in der Schweiz rund ein Jahrzehnt, bilanziert Frei. Deshalb bleibe mittelfristig für Investoren das europäische Ausland in Bezug auf Windenergie attraktiver als die Schweiz.

(jbo/sda)

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