Pionierarbeit im Oberwallis

publiziert: Mittwoch, 9. Jan 2008 / 07:37 Uhr

Sitten - Bis 2030 soll das Goms im Oberwallis den grössten Teil seines Energieverbrauchs aus Biomasse, Wind, Wasser und Sonne decken. Das Projekt des Vereins unternehmenGOMS stösst in den Gemeinden des Tals auf Interesse.

Foto: klimarappen.ch Umweltschutz ist käuflich: Eine Biogasanlage könnte im Tal errichtet werden.
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unternehmenGOMS
Förderverein.
www.unternehmengoms.ch/

Potenzial sei vorhanden, weil mehrere Energiequellen nicht ausgeschöpft seien, sagte Dionys Hallenbarter, einer der Initiatoren des Projekts, gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Die grösste Herausforderung werde sein, Erdölprodukte durch einheimische Energien zu ersetzen.

Zwei Drittel des Verbrauchs entfallen derzeit auf diese Energieträger - der Verkehr nicht mitgerechnet. Nicht zuletzt wegen der hohen Preise geht der Anteil erstmals seit rund 20 Jahren wieder zurück. Elektrizität deckt 30 Prozent des Energiebedarfs, Holz rund 5 Prozent.

Nach der Lancierung im vergangenen November wurden die Gemeinden des Tals informiert. Nach Angaben von Hallenbarter sind die Reaktionen positiv.

Finanzhilfe in Aussicht

Auch der Kanton Wallis zeigt Interesse: Das Projekt habe Signalwirkung und motiviere die Leute, ihre Gewohnheiten zu ändern, sagte Moritz Steiner, Chef des kantonalen Energieamts. Ein konkretes Projekt könnte finanzielle Hilfe vom Kanton bekommen, hinzu kämen Bundesbeiträge für Solaranlagen, Holzfeuerungen und Minergiebauten.

Für Hallenbarter liegt das grösste Potenzial bei Sonnen- und Windenergie. Auch die Energiegewinnung aus Biogas werde geprüft, die extensive Bewirtschaftung des Tals erschwere die Verwertung des Energieträgers jedoch. Trotzdem hält Hallenbarter den Bau einer Biogasanlage für möglich.

Holz ist ein weiterer Energieträger, der besser genutzt werden könnte, kaum Entwicklungspotential sehen die Initianten dagegen beim Wasser - dieses wird schon heute stark genutzt.

Der Verein unternehmenGOMS arbeitet derzeit an einer Studie über Energiebedarf und alternative Energieträger. Erste Ergebnisse sollen laut Hallenbarter im Sommer vorliegen. Parallel dazu soll die Bevölkerung für Möglichkeiten zum Energiesparen sensibilisiert werden.

(/sda)

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