Energiesparlampen werden teurer

Osram und Philips verlangen mehr für Stromsparlampen

publiziert: Mittwoch, 31. Aug 2011 / 11:46 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 31. Aug 2011 / 20:44 Uhr
Der Wechsel zu Energiesparlampen kommt vorerst bis zu 25 Prozent teurer als geplant.
Der Wechsel zu Energiesparlampen kommt vorerst bis zu 25 Prozent teurer als geplant.

Bern/Hamburg - Gleichzeitig mit dem Verkaufsverbot für 60-Watt-Glühbirnen in der Schweiz und in der EU erhöhen die Hersteller Osram und Philips die Preise für Energiesparlampen. Der Leuchtmittelhersteller Osram verlangt ab 1. September durchschnittlich 20 bis 25 Prozent mehr.

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Dies sagte Konzernchef Martin Goetzeler der «Financial Times Deutschland» (Mittwoch). Vom Aufschlag betroffen sind Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen. In der Schweiz steigen die Preise ab 1. Oktober um 10 bis 15 Prozent, wie es bei Osram Schweiz auf Anfrage der sda hiess.

Begründet wird die «ausserordentliche Preisanpassung» mit einem drastischen Preisanstieg bei so genannten seltenen Erden, die als Rohstoff benötigt werden.

«Die zunehmende globale Knappheit dieser Materialien hat zu einer Kostenexplosion geführt», schreibt Osram Schweiz einem Brief an seine Kunden. Auch die Wechselkursentwicklung vermöge den Kostenanstieg nicht zu kompensieren.

Hintergrund des Preisanstiegs bei den seltenen Erden ist gemäss Martin Goetzeler die gestiegene Nachfrage sowie die restriktive Exportpolitik Chinas, das fast alle Abbaugebiete kontrolliert. Osram arbeite an Prozessen, um seltene Erden über Recycling zurückzugewinnen.

Auch der niederländische Elektrokonzern Philips erhöht seine Preise für Energiesparlampen. In Deutschland seien aufgrund höherer Rohstoffkosten durchschnittliche Steigerungen zwischen 20 und 25 Prozent im Laufe der nächsten Monate geplant, sagte Konzernsprecher Steve Klink der Nachrichtenagentur dpa.

Aus den Geschäften verbannt

Ab 1. September dürfen in der Schweiz und in der EU keine herkömmlichen Glühbirnen mit mehr als 40 Watt in den Handel kommen. Dadurch dürfte die Nachfrage nach Energiesparlampen deutlich ansteigen.

Bereits seit zwei Jahren sind in der Schweiz die 100-Watt-Birnen verboten, seit einem Jahr die 75-Watt-Birnen. Bis Ende 2012 sollen alle herkömmlichen Glühbirnen verschwinden. Eine Energiesparlampe mit 12 Watt entspricht einer 60-Watt-Birne.

Befürworter hatten bisher argumentiert, die wesentlich teureren Energiesparlampen wären nicht nur effizienter, sondern aufgrund ihrer längeren Haltbarkeit unterm Strich auch günstiger. Allerdings halten Kritiker dagegen, dass dies für viele Haushalte nicht zutrifft.

(asu/sda)

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