Gute Aussichten für Solar-Berufe
publiziert: Freitag, 31. Okt 2008 / 10:54 Uhr / aktualisiert: Samstag, 1. Nov 2008 / 14:00 Uhr

Zürich - Der anhaltende Boom in der Solarbranche schafft Arbeitsplätze: Eine Erhebung des Bildungszentrums WWF zeigt auf, dass die Schweizer Solarfirmen zusätzliche Fachkräfte und gut qualifiziertes Personal benötigen.

In der Berufsausbildung besteht ein Nachholbedarf in Sachen Solarenergie.
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Die Hochkonjunktur in der Solarbranche wirkt sich positiv auf den Arbeitsmarkt aus: Rund 400 befragte Schweizer Solar-Unternehmen befürchten akute Engpässe bei der Rekrutierung spezialisierter Fachkräfte.

Je nach Tätigkeitsbereich geht über die Hälfte der Betriebe von bevorstehenden Neuanstellungen aus: 58.8 Prozent für den Bereich Installation und Montage, 56,3 Prozent für die Planung und Projektierung. Zudem wird jeder dritte Betrieb (35%) zusätzliche Fachleute für Service und Wartung benötigen.

Berufs- und Fachhochschulen gefordert

Die Studie beleuchtete aber nicht nur den Stellenmarkt, sondern auch die Qualifikationen in der Solarbranche. Hier sieht der WWF akuten Handlungsbedarf. Fast 60 Prozent der Befragten beurteilen ihre Fachleute in den Solar-Qualifikationen als «eher schlecht» oder «sehr schlecht» ausgebildet.

Bei der höheren Berufsbildung sind noch 42 Prozent der Betriebe mit ihrem Personal nicht zufrieden. Die Berufsbildung sowie die Verbände der Sanitär- und Elektrobranche werden deshalb in unmittelbarer Zukunft stark gefordert sein.

Mangelhafter Technologietransfer

Will sich eine Branche für den internationalen Wettbewerb weiterentwickeln, benötigt sie die Erkenntnisse der Forschung. Die Sicherstellung dieses Technologietransfers ist Aufgabe der Förderagentur für Innovation KTI des Bundes.

Doch: Über die Hälfte der Solarfirmen (58,7 Prozent) kennt die Forschungsförderung nicht, nicht einmal ein Drittel (28 Prozent) nimmt die Dienstleistungen der Fachhochschulen in Anspruch.

Schwerpunkt Solar in der Berufsausbildung

Das Bildungszentrum WWF empfiehlt, in der Grundbildung der Sanitär-, Heizungs- und Elektroberufe einen Schwerpunkt Solar zu schaffen.

Zudem soll es eine Ingenieurbildung mit Solarqualifikationen geben, sechs neue Lehrstühle für erneuerbare Energien sowie eine explizite Nachwuchsförderung für Solarberufe.

(ht/pd)

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