Biolandbau: Artenvielfalt ersetzt Insektizide

publiziert: Freitag, 2. Jul 2010 / 14:20 Uhr / aktualisiert: Freitag, 2. Jul 2010 / 15:01 Uhr
Vermischen von Mist zu Düngezwecken auf einem biologischen Bauernbetrieb in Tägerwilen.
Vermischen von Mist zu Düngezwecken auf einem biologischen Bauernbetrieb in Tägerwilen.

Washington - Forscher der Washington State University und der University of Georgia haben festgestellt, dass ökologischer Landbau die Artenvielfalt von natürlichen Nutztieren erhöht.

2 Meldungen im Zusammenhang
In Kartoffelfeldern hatte das den Effekt, dass es weniger Insektenfrass und zudem grössere Kartoffel gab. Die Studie wurde vom National Institute of Food and Agriculture (NIFA) durchgeführt und im Fachmagazin Nature veröffentlicht.

«Es war bis jetzt immer ein Rätsel, wie Ökobauern hohe Erträge ohne synthetische Insektizide erzielen konnten», meint Studien-Koautor Bill Snyder, Professor für Entomologie an der Washington State University. «Unsere Studie kommt zum Schluss, dass der Erhalt der Artenvielfalt ein Schlüssel zum Erfolg ist.» Ökosysteme mit einer grösseren Anzahl von Arten halten die Schädlinge fern bzw. sorgen dafür, dass sie nicht überhand nehmen.

Anderes Denkschema im Biolandbau

«Der Grundansatz des Ökolandbaus ist der Erhalt der Vielfalt der Lebensräume», so Reinhard Gessl, vom Forschungsinstitut für ökologischen Landbau (FIBL). Das bedeutet, dass man so schonend vorgeht wie nur möglich. «Mit der Schaffung eines möglichst stabilen ökologischen Gleichgewichts werden Schädlinge von Nützlingen unter Kontrolle gehalten.»

Der Ansatz im Ökolandbau sei völlig anders, denn hier stellt sich der Bauer nicht die Frage «Wie bekomme ich den Schädling weg», sondern «Warum ist der Schädling da». Eine gewisse Anzahl von Schädlingen in einem Feld sei nicht problematisch. Feldversuche haben beispielsweise gezeigt, dass Kartoffelkäfer im Biolandbau nicht über Hand nehmen. Aus welchem Grund die Kartoffel grösser wachsen, sei nicht ganz klar, meint der Experte.

Nützlinge als gute Schädlingsbekämpfer

Auch die US-Studie kommt zum Schluss, dass Ökosysteme mit einer höheren Anzahl verschiedener Lebewesen die gesündesten sind.

Die Verwendung von Insektiziden verringert die Biodiversität, weil sie die Vielzahl der Spezies verändert und dadurch zu einer Ungleichgewichtung führt. In der konventionellen Landwirtschaft fallen auch Nützlinge den Insektiziden zum Opfer. Versuche haben gezeigt, dass Nützlinge die besseren Schädlingsvertilger waren.

(ht/pte)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 22
So oder so ähnlich kann der VW ID.1 aussehen.
So oder so ähnlich kann der VW ID.1 aussehen.
Publinews Endlich kündigt VW einen neuen Elektro-Kleinwagen an  Volkswagen, der deutsche Automobilgigant, hat ambitionierte Pläne für die Zukunft der Elektromobilität. Mit dem ID. 1, einem geplanten Elektro-Kleinwagen, will VW den Massenmarkt erobern und erschwingliche Elektromobilität für jedermann zugänglich machen. Doch was wissen wir bisher über dieses vielversprechende Fahrzeug und welche Herausforderungen warten auf VW? mehr lesen  
Verleihunternehmen bieten exklusive Uhrenmodelle namhafter Hersteller zum Mieten an.
In unserer heutigen Gesellschaft, geprägt von Überfluss und Schnelllebigkeit, zeichnet sich ein neuer Trend ab: Luxusgüter mieten statt kaufen. mehr lesen  
Publinews BMW plant die Einführung einer neuen Familie von Elektroautos. Ein zweites Modell, ein SUV, wird voraussichtlich ... mehr lesen  
BMW Vision Neue Klasse X: «Kraftvolle und athletische Erscheinung»
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
 
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
20.06.2024
20.06.2024
CHAOS CYCLING GMBH Logo
20.06.2024
20.06.2024
VIBISCUM ASSOCIATION DES AMIS DU VIEUX VEVEY Logo
20.06.2024
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 15°C 18°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen recht sonnig
Basel 15°C 17°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt recht sonnig
St. Gallen 13°C 18°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen recht sonnig
Bern 13°C 16°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen freundlich
Luzern 15°C 19°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen freundlich
Genf 15°C 20°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Lugano 16°C 27°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten