Auto-Energie-Allianzen treiben Elektroautos an

publiziert: Mittwoch, 11. Mrz 2009 / 16:33 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 11. Mrz 2009 / 16:51 Uhr

Bonn/Berlin - Die deutschen Automobilkonzerne haben verschiedene Allianzen mit namhaften Vertretern der Energiebranche geschlossen, um die massenweise Einführung des Elektroautos zu ermöglichen.

Eine Ladestation von Better Place.
Eine Ladestation von Better Place.
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Für die flächendeckende Infrastruktur zur Energieversorgung der Fahrzeuge bedarf es jedoch einheitlicher Grundlagen und Standards von Anschlüssen, Zapfsäulen oder Autobatterien.

«Die deutschen Hersteller arbeiten derzeit nur an lokalen und kleineren regionalen Lösungen. Gegenüber einem Flächennetz bin ich noch skeptisch. Bis zur Einführung einer flächendeckenden Infrastruktur vergehen noch mindestens sechs bis sieben Jahre», meint Branchenkenner Markus Kreusch, Geschäftsführer des Energieberaters Stromprinz.

Dem Experten zufolge seien die Anbieter derzeit mit einzelnen Insellösungen - etwa für die Region Berlin - besser beraten, was nicht zuletzt an bürokratischen Hürden und schwer zu beschaffenden aber notwendigen Genehmigungen von deutschen Behörden liege.

Batterie- und Ladestationen

In Kooperation mit Autokonzernen wie Renault-Nissan versucht auch das Start-up-Unternehmen Better Place, flächendeckende Netzwerke von Batterie-Wechsel- und Ladestationen für Elektroautos zu installieren. Zuletzt hat Better Place den Marktstart in Israel in Partnerschaft mit 19 israelischen Unternehmen angekündigt. Ab 2012 soll der Mrd.-Markt weltweit bedient werden.

«Für Better Place entwickelt sich das Segment entweder zu einer Gelddruckmaschine der Zukunft oder die Idee von flächendeckenden Netzen floppt gewaltig», sagt Kreusch. Auf unbestimmten Zeitraum hat das Start-up verkündet, auch in Deutschland Fuss fassen zu wollen. «Das Unternehmen ist Weltmeister der Ankündigungen. Ein flächendeckender Start auf dem deutschen Markt ist derzeit aber mehr als unwahrscheinlich», erklärt Kreusch.

Better Place habe den Fokus seiner Start-up-Strategie mit kleineren Ländern wie Israel, Hawaii oder Dänemark hingegen auf vielversprechendere Zielmärkte gelegt. «Damit konzentriert sich das Unternehmen auf Staaten, in denen die Verbraucher mit einer Reichweite von 200 Kilometern auskommen», erläutert Kreusch.

Milliardenmarkt entdeckt

Bei der Umsetzung eines grossflächigen Netzes, wie es in Deutschland erforderlich wäre, stehen die Bemühungen von Better Place und der Auto-Energie-Allianzen jedoch vor hohen Hürden. Der Energieriese RWE will in Kooperation mit Daimler bis April klären, wie und anhand welcher grundlegender technischer Lösungen das flächendeckende «Betanken» von Elektroautos funktionieren könnte. Wie das Handelsblatt berichtet, haben sich dem Pilotprojekt mittlerweile zahlreiche Auto- und Energiekonzerne angeschlossen.

Gleichzeitig drängen BMW in Zusammenarbeit mit Vattenfall und E.ON sowie Volkswagen - ebenfalls in Partnerschaft mit E.ON - mit weiteren Allianzen auf den Markt. Dadurch drohe sich das Problem von Insellösungen zu verstärken. Ein Massenmarkt sei jedoch nur anhand einheitlicher Standards möglich, die gewährleisten, dass jedes Auto an jeder Anlage aufgeladen werden kann. Das Better-Place-Konzept scheint aber bereits vor dessen Markteintritt mit einer Vielzahl an starken Konkurrenten konfrontiert zu sein, die ihren Anspruch auf den Mrd.-Markt erheben.

(ht/pte)

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