Verbände präsentieren ihren Atomausstiegsplan

Atomausstieg für 5 Franken

publiziert: Donnerstag, 12. Mai 2011 / 11:23 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 12. Mai 2011 / 13:48 Uhr
Für nur fünf Franken pro Haushalt den Atomausstieg?
Für nur fünf Franken pro Haushalt den Atomausstieg?

Bern - Die Schweizer Umweltverbände haben gerechnet: Ein Ausstieg aus der Atomenergie bis 2035 koste nur 0,1 Rappen pro Kilowattstunde oder 5 Franken pro Haushalt und Jahr, sagen sie.

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WWF, Greenpeace, Pro Natura, Energie-Stiftung und VCS haben am Donnerstag in Bern ihre Vorstellung der Stromwende präsentiert - und konkrete Zahlen ins Spiel gebracht. Ihren Berechnungen zufolge kostet der Ausstieg bis 2035 lediglich 0,1 Rappen pro Kilowattstunde oder 5 Franken pro Familienhaushalt und Jahr.

Zu diesem Ergebnis führt folgende Berechnung: Wenn sich sämtliche Investitionen in erneuerbare Energien auf 105 Milliarden Franken belaufen, werden auf der anderen Seite - durch sinkenden Verbrauch und Verkaufserlöse - auch Einkommen geschaffen. Die Verbände rechnen mit einem Plus von 105,8 Milliarden Franken.

Teilt man die Differenz von 0,8 Milliarden Franken durch den erwarteten Stromverbrauch der nächsten 25 Jahre (58 Terawattstunden pro Jahr) und die Anzahl Haushalte, so ergeben sich die 0,1 Rappen (genau genommen 0,05 Rappen) pro Kilowattstunde und die 5 Franken pro Haushalt.

«Dumm», ein Risiko durch ein grösseres zu ersetzen

Dabei handelt es sich laut WWF-Chef Hans-Peter Fricker jedoch um eine rein volkswirtschaftliche Betrachtung - die Entwicklung des Strompreises etwa wurde nicht berücksichtigt.

Unter diesen Voraussetzungen wäre der Atomausstieg laut Fricker günstiger als der Bau neuer Atom- und Gaskraftwerke. Ohnehin wäre es «dumm, die Risiken der Atomkraft jetzt durch die noch grösseren Risiken des Klimawandels zu ersetzen», wird Fricker in einer gemeinsamen Mitteilung der Organisationen zitiert.

Die Hoffnungen ruhen insbesondere auf zwei Massnahmen: der Lenkungsabgabe, die Stromsparer belohnen soll, und der kostendeckenden Einspeisevergütung, mit der die Solarenergie gefördert werden soll.

Zudem setzen sie auf folgende Schritte, um auf 100 Prozent erneuerbare Energien umzusteigen: Beschluss zum Atomausstieg durch das Parlament, verbindliche Ziele für den Stromverbrauch, Ausbildungsoffensive für Fachleute, nur beste Geräte, Ersatzpflicht für Elektroheizungen und -boiler, Effizienzauftrag für Stromversorger und Ausbau der Netzinfrastruktur.

(dyn/sda)

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Atomkraftwerk Leibstadt.
die Leute vom ETH-Klimablog
scheinen schöne Feiglinge zu sein. Oder wie anders erklärt es sich, dass deren Kolumne nicht kommentiert werden darf? Da gäbe es einiges klar zu stellen. Der Eintrag von heute schiesst den Vogel endgültig ab. Da kommt doch tatsächlich einer daher (ein Politiker, wohlgemerkt, der seine ideologisch gefärbten Märli-Geschichten in einem Wissenschaftlichen Forum präsentiert, welche Farce) und behauptet, man könne mit Effizienz einen Drittel (!!) des Energie- (welche? Strom? Fossile?)verbrauchs einsparen. Es mag sein, dass im Bereich der Gebäudeheizungen tatsächlich eine Menge Sparpotential läge - wenn sich denn deren Besitzer eine Generalsanierung leisten könnten.
Im gleichen Zug zu behaupten, es wären deshalb in Zukunft weder Gas- noch Atomkraftwerke nötig, könnte man als dreiste Lüge bezeichnen. Interessanterweise liefern derartige Fantasten und Märli-Oenkel vom Dienst auch nie eine fundierte Rechnung zur Untermauerung des gelieferten Schwachsinns. Tut mir leid, wenn ich derart aufdrehe, aber irgendwo ist die Toleranzgrenze der Dummheit bei solchen "Blogs" deutlich überschritten.
Mir scheint, in diesem Land überbieten sich die Politiker gegenseitig mit Aussagen jenseits jeder Vernunft. Und das darf nicht ungestraft bleiben.
Warum hier so pessimistisch...
...was die Forschung und Entwicklung angeht? Wenn ich richtig sehe, stehen noch keine grossen Windparks in den Weltmeeren, noch keine Ueberlandleitungen kreuz und quer durch den Kontinent, keine "smart grids" und und und...
Die Geothermie steht noch nicht mal in den Kinderschuhen und wird trotzdem von den Kernkraftgegnern "verkauft".
Nur der Atomphysik, der traut man Quantensprünge nicht zu. ;-)
die Allgemeinheit
profitiert auch und ist beteiligt an der Produktion dieser "Abfälle".... Oder wer entsorgt sonst (fachgerecht natürlich und für viele Milliarden Kosten) die radioaktiven Abfälle der Industrie und vor allem der Medizin??
Sind denn die AKW-Gegner auch bereit, auf die vielen anderen friedlichen Nutzungsformen der Kernkraft zu verzichten? Mit allen Konsequenzen?
Diese Rechnung sollte bitter etwas erläutert werden.
Hier fällt mir auf, das schnell nur mit einem Bruchteil der Kosten gerechnet wird, der dann mal eben auf alle verteilt einen angeblichen Kostenanteil von 5CHF ausmacht. Hallo...hier wurden gerade ca. 0,8% der anfallenden Kosten auf die Bevölkerung verteilt und das auch noch unter Vernachlässigung von Preissteigerung der Strompreise. Könnten Sie mir nochmal erläutern, wie denn dabei Einkommen entsteht, das kommt bei Ihrem Beitrag leider nicht rüber.
Bekanntermassen
Sind die Rückstellungen für den Rückbau viel zu klein, ich habe dementsprechendes noch nicht lange gelesen. Und zwar nicht um ein paar Rappen, wohlgemerkt. Was die Verwendung der Abfälle angeht. Nun, sie haben recht, die Abfälle von heute können die Rohstoffe von Morgen sein. Nur, in diesem Fall ist es nicht gesagt, dass jemals, oder auf jeden Fall in halbwegs nützlicher Zeit, die Technologien zur Verfügung stehen werden. Also werden sicher kosten anfallen. Für die Endlagerung oder Zwischenlagerung spielt da wohl kaum eine riesige Rolle. Und das Argument, dass in anderen Ländern die Sache andewrs gesehen wird. Oh je, sage ich da. Wenn alle russisch Roulette spielen, sind Sie auch dabei?
Kernenergie steht erst am Anfang
KKW-Betreiber sind verpflichtet Rückstellungen zu machen für den Rückbau der Werke und die werden auch gemacht. Diesen Betrag bezahlen wir bereits heute mit dem Strompreis. Ein Problem gibt es natürlich wenn die Laufzeiten verkürzt werden, denn dann sind diese Summen noch nicht vollständig. Was die Endlagerung betrifft, da spekuliert noch immer damit, dass der Abfall dereinst sogar Gewinn abwerfen könnte. Dann nämlich wenn man in Fusionsreaktoren aus den Abfällen wieder Energie gewinnen kann. Glauben Sie mir, die friedliche Nutzung der Kernspaltung steht zum Schrecken aller Weltuntergangspropheten erst am Anfang und nicht etwa am Ende, wie das momentan bei uns suggeriert wird. Weltweit gesehen ist unser Protest längst nicht so relevant wie wir glauben. In China, Indien, Russland, Südamerika und sogar schon in Frankreich, da ernten Kernkraftgegner im besten Fall ein müdes Lächeln.
Rückbau und Endlagerung
Also wenn man den Rückbau unserer AKW's plus ein Endlager miteinberechnen würde, und das den Menschen klar wäre, hätten wir den Atomausstieg schon lange beschlossen!!

Was uns die lieben Leute der Atomliebhaber nämlich schön verschweigen. Ein Rückbau eines AKW's dauert gut 10 Jahre oder länger, eine Atomruine bleibt trotzdem übrig und es kostet MILLIARDEN!
Und einmal raten dürfen Sie wer es bezahlt...

Endlager ist nochmals so ein (Un)Ding das Milliarden kosten wird.

Also eigentlich können wir uns den Ausstieg gar nicht leisten aber den Neubau von AKW's auch nicht.
Und genau dieses Problem kann auch die Atomindustrie nicht lösen. Also setzt man auf Laufzeitverlängerungen so lange wie möglich um das Problem rauszuschieben auf kommende Generationen. Mittlerweile sind dann die fetten CEO's dieser Konzerne in Frühpension und geniessen ihr Leben mit Millionenkonto im Hintergrund irgendwo in einer Villa in der Schweiz oder im Ausland.
Ja, und das (kein)Schaf darf jetzt wieder losblöcken...
Könnte doch stimmen
Wenn man wirklich alle Kosten einrechnet! Dazu gehören aber auch Lagerung der Abfälle, Demontage der Kraftwerke etc. alles Kosten, die von der Allgemeinheit bezahlt werden. Wenn man die umschlägt auf den Strompreis, dasnn stimmt die Rechnung sicher!
Märchenstunde
Ich bin sofort einverstanden, wenn sich diese Verbände in die Verantwortung nehmen lassen und sich dazu verpflichten, die wahren Kosten dereinst aus der Verbandskasse zu bezahlen. Dies ist der schnellste Weg, diese "Märlitanten" los zu werden.
und kein Schaf schreit auf!
Wenn man es braucht ist kein Schaf da :)

Also sehen Sie doch mal, wer für diese "Studie" verantwortlich ist:

WWF, Greenpeace, VCS (und andere).

Also so ziemlich die schlimmsten Vereine die man sich vorstellen kann. Wobei der WWF ja noch so geht. Aber schon bei Greenpeace und VCS bekomme ich grüne Düpfchen im Gesicht.

Diese Vereine werden mit ihrer militanten Einstellung dafür sorgen, dass am Schluss die Atomlobby (entschuldigung keinschaf) wieder massenweise "Gegenargumente" hat warum man keine Alternative hätte zum Atomstrom.

Gerade der VCS ist ja wohl das Gegenstück zu Economiesuisse. Beide Vereine gehörten abgeschafft zum Wohl der Wirtschaft.

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