Wirtschaftsführer werben für Emissionshandel
publiziert: Mittwoch, 31. Jan 2007 / 12:42 Uhr

Davos - Etwas ausserhalb der Schlagzeilen haben Wirtschaftsführer in Davos dafür geworben, den Kampf gegen den Klimawandel mit Marktmechanismen anzugehen. Ein Einbinden der USA in ein globales Klimaschutz-System wurde ebenfalls in Aussicht gestellt.

Auch China und Indien müssen wohl bald Schadstoff-Obergrenzen akzeptieren.
Auch China und Indien müssen wohl bald Schadstoff-Obergrenzen akzeptieren.
Wirtschaftsvertreter betonten am WEF-Jahrestreffen, dass der Handel mit Emissionen in Europa schon heute funktioniere. «Es ist ein noch junger, sehr volatiler Markt», sagte Andrei Marcu von der Internationalen Vereinigung für den Emissionshandel am vergangenen Samstag vor den Medien. Die Marktmechanismen hätten jedoch das wichtigste Ziel erreicht: die Reduktion des CO2-Ausstosses.

«Uns ist bewusst geworden, dass die Dienstleistungen der Natur nicht gratis sind», sagte Marcu. Der Chef der schwedischen Energiefirma Vattenfall, Lars Josefsson, erklärte, dass Emissionshandel nicht die einzige Möglichkeit sei, um den Klimawandel zu bekämpfen: «Es könnte aber die effizienteste sein.»

Bezahlen fürs Verschmutzen

Beim Emissionshandel werden Zuteilungspläne festgelegt, wie viel Kohlendioxid ausgestossen werden darf. Den Unternehmen werden für ihre Anlagen Verschmutzungsrechte zugeteilt.

Wollen sie mehr CO2 in die Atmosphäre abgeben, müssen sie sich im Rahmen des Emissionshandels weitere Rechte an einer Börse kaufen. Unternehmen, die weniger CO2 ausstossen, können mit dem Verkauf ihrer Rechte Geld verdienen.

«Kluge Auflagen statt Steuern»

Steuern auf Schadstoffe lehnen die Wirtschaftsführer ab. Sie hielten Steuern für ein «ziemlich dummes Instrument», sagte Josefsson. Hingegen seien sie nicht grundsätzlich gegen staatliche Auflagen. «Es müssen bloss kluge Auflagen sein», erklärte Daniel Gagnier vom kanadischen Energieunternehmen Alcan.

Die Wirtschaftsführer gehen derweil davon aus, dass auch die USA in ein globales System für den Klimaschutz eingebunden werden können. Ebenso müssten China und Indien langfristig Obergrenzen für den Schadstoffausstoss akzeptieren.

(ht/sda)

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