Forscher fordern langlebige Geräte mit externem Server und Speicher
Ungenutzte Schubladen-Handys ruinieren Umwelt
publiziert: Dienstag, 9. Jun 2015 / 15:39 Uhr
«Durchschnittlich gibt es 85 Mio. ungenutzte Mobiltelefone in Grossbritannien.»
«Durchschnittlich gibt es 85 Mio. ungenutzte Mobiltelefone in Grossbritannien.»

Guildford - Aktuelle Forschungsarbeiten der University of Surrey drängen zu einer drastischen Veränderung der Herstellungswege von Mobilgeräten.

2 Meldungen im Zusammenhang
Damit soll verhindert werden, dass die Produktion weiterhin fatale Auswirkungen auf die Umwelt hat. «Durchschnittlich gibt es 85 Mio. ungenutzte Mobiltelefone in Grossbritannien. Jedes von ihnen wurde aus Materialien wie Gold, Silber und Kupfer aufwendig hergestellt. Das sind enorme CO2-Belastungen», warnt Studienautor James Suckling.

Vier Tonnen Gold in Grossbritannien

Während der Studie wurde die Lebensspanne von Mobilgeräten seit Beginn des Herstellungsprozesses bis zum Wegwerfen des Produkts vom Konsumenten analysiert. Dabei stellte sich deutlich heraus, dass gegenwärtige Produktionswege sowohl den Herstellern als auch der Umwelt Schaden zufügen - sei es durch notwendige Upgrades entstehenden zusätzlichen Müll oder aufgrund der Ausbeutung neuer Ressourcen.

«Die ungenutzten Mobilgeräte in Grossbritannien stellen eine Masse von etwa vier Tonnen Gold dar», so Suckling. «Das aktuelle Business-Modell unserer Mobilverträge bringt Kunden zudem dazu, in kurzen Abständen neue Geräte zu erwerben. Es gibt jedoch nur wenig Anreize und Initiativen, die ungenutzten Handys zu recyclen. Dieser Trend darf so nicht fortgesetzt werden, wenn wir trotz des mobilen Lifestyles eine nachhaltige Zukunft erleben möchten.»

Realistische Sparpläne erforderlich

Als Alternative schlagen die Forscher ein sogenanntes «cloud-based product service system» vor. Das bedeutet, dass Speicher und andere Funktionen künftig ausschliesslich in externen Servern abgelegt werden. Mobilgeräte könnten dadurch weniger komplex hergestellt werden, länger halten und weniger Ressourcen in der Herstellung verbrauchen.

Ausserdem soll eine Zurücknahme-Garantie von Vertrags-Anbietern angeboten werden. So könnte man veraltete Geräte öfter recyclen. «Das Modell wird teilweise schon genutzt. Desktop-PCs werden durch Computer ersetzt, die mit Cloud-Services laufen. Das bedeutet bereits jetzt schon weniger Hardware und bis zu 55 Prozent weniger Energieverbrauch», sagt Suckling.

(bert/pte)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Madison - Mithilfe des Materials «Cellulose Nanofibril» (CNF) haben Forscher der University of Wisconsin-Madison Computerchips ... mehr lesen
Weniger problematischer Elektroschrott dank CNF.
Der Elektro-Schrottberg wird immer grösser, der ilegale Handel und Schmuggel immer ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. 13
Solarmodule: Forscher wollen defektfreie Zellen.
Solarmodule: Forscher wollen defektfreie ...
Höhere Effizienz als Hauptziel  Schon minimale Defekte von Perowskit-Kristallstrukturen können die Umwandlung von Licht in Elektrizität in Solarzellen beeinträchtigen. 
Erneuerbare Energien auf dem Vormarsch  Bern - Der Strom aus Schweizer Steckdosen stammte 2014 zu 54 Prozent aus erneuerbaren Energien - zu 49 Prozent aus Wasserkraft und zu rund 5 Prozent ...  
86 Prozent des Stroms aus Energieträgern wurden in der Schweiz produziert.
Schweiz produziert wenig Strom aus erneuerbaren Energien Zürich - Kein Nachbarland und nur vier von 29 untersuchten europäischen Staaten produzieren ...
Die Schweiz liegt auf dem europäischen Ranking auf Platz 25.
Ankunft in Lehigh Valley  Lehigh Valley - Der Sonnenflieger «Solar Impulse 2» hat die 13. Etappe seiner Weltumrundung erfolgreich beendet. Das mit Sonnenenergie ...  
Titel Forum Teaser
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... gestern 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... gestern 16:09
  • Kassandra aus Frauenfeld 1777
    Nur ein ziemlicher Trottel kann annehmen, dass es etwas mit Zivilcourage zu hat, wenn er an einer ... Fr, 17.06.16 12:02
  • Kassandra aus Frauenfeld 1777
    Meine Anwälte sagen: "Aus einem Esel wird wird in tausend Jahren kein Golfisch, ... Di, 14.06.16 20:10
  • jorian aus Dulliken 1754
    Saudumm? Die Frage ist nur WER! Sie haben mich verleumdet. Sie haben übel über mich geredet! (Dies ... Di, 14.06.16 03:57
  • Kassandra aus Frauenfeld 1777
    Wer Kritik als persöliche Beleidigung empfindet, wer Kritik als mundtot-machen ... So, 12.06.16 12:24
  • Kassandra aus Frauenfeld 1777
    Sehr, sehr traurig... Für den Jorian ist eine Redaktion eine Anstalt, die Zenzur immer dann ... Mo, 06.06.16 21:11
  • mcdale aus St. Gallen 106
    Pech aber auch Mit den Freidenkern wollte man unabhängig erscheinen, vergass aber ... Fr, 03.06.16 11:36
Professionelle Beratungsdienstleistungen in den Bereichen Windkraft, Pho ...
 
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
S Logo
S
23.06.2016
23.06.2016
23.06.2016
rose's choice Logo
23.06.2016
rose's choice Logo
23.06.2016
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 13°C 26°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Basel 14°C 26°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich Wolkenfelder, kaum Regen
St. Gallen 13°C 23°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt, Regen
Bern 11°C 25°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich Wolkenfelder, kaum Regen
Luzern 12°C 25°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt, Regen
Genf 11°C 27°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Lugano 16°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich gewitterhaft
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten