Staumauererhöhung an der Grimsel angenommen
publiziert: Freitag, 16. Mrz 2007 / 09:41 Uhr / aktualisiert: Freitag, 16. Mrz 2007 / 16:51 Uhr

Bern - Der Kanton Bern hat am Freitag die umstrittene Staumauererhöhung im Grimselgebiet im Berner Oberland bewilligt. Gebaut werden dürfte indessen noch nicht, die Umweltverbände prüfen einen Weiterzug des Falles ans Verwaltungsgericht.

Die Erhöhung der Staumauer entspreche einem Bedürfnis nach erneuerbarer Energie.
Die Erhöhung der Staumauer entspreche einem Bedürfnis nach erneuerbarer Energie.
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Ausschlaggebend für die Kantonsregierung sei das nationale Interesse an einer ausreichenden Versorgung mit erneuerbarer elektrischer Energie, sagte die bernische Bau-, Verkehrs- und Energiedirektorin Barbara Egger vor den Medien in Bern. Daneben leiste die grössere Speicherkapazität des Sees auch einen Beitrag an den Hochwasserschutz.

Die Kraftwerke Oberhasli (KWO) wollen die Staumauer am Grimselsee um 23 Meter erhöhen. Das Speichervolumen steigt von 95 Mio. Kubikmeter auf 170 Mio. Kubikmeter. Das Projekt kostet über 200 Mio. Franken.

Die Kraftwerke Oberhasli (KWO) werden verpflichtet, umfangreiche Ersatzmassnahmen zu Gunsten der Umwelt vorzunehmen. So muss die KWO beispielsweise 2500 Arven im Grimselgebiet und im Gadmental anpflanzen. Diese sind der Ersatz für die 50 Arven, die der Stauseeerweiterung zum Opfer fallen.

Moorlandschaftsschutz Genüge getan?

Die trotz Ersatzmassnahmen verbleibenden Beeinträchtigungen befand der Kanton mit Blick auf das nationale Interesse an einer ausreichenden Versorgung mit erneuerbarer Energie als tragbar, wie Egger weiter ausführte. Dies gelte vor allem auch für den Verlust des Gletschervorfeldes zwischen dem Grimselsee und dem Unteraargletscher.

Die geschützte Moorlandschaft werde durch das Projekt nur indirekt mit der Verlegung eines Wanderwegs tangiert. Dies allerdings nur deshalb, weil der Bundesrat den Moorschutzperimeter vor einigen Jahren entsprechend verkleinert hatte. Ein Umstand, den die Umweltverbände scharf kritisieren.

Diese wollen nun den Entscheid des Kantons sorgfältig prüfen und allenfalls ans bernische Verwaltungsgericht weiterziehen, wie Luca Vetterli von Pro Natura auf Anfrag sagte. Im Raum stehe nach wie vor die Frage, ob dem Moorlandschaftsschutz Genüge getan worden sei.

Bei den KWO nahm man den Entscheid positiv zur Kenntnis. KWO-Pressesprecher Ernst Baumberger bezeichnete ihn als «wichtigen Meilenstein». Nun gelte es abzuwarten, ob die Umweltverbände Rekurs einlegten.

(smw/sda)

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