Solarmodule: Kein Ende des Preisverfalls in Sicht
publiziert: Dienstag, 12. Jan 2010 / 09:22 Uhr

In der Solarbranche ist nach dem Krisenjahr 2009 vorerst kein Ende der Turbulenzen in Sicht.

«Der Preisverfall ist nicht gestoppt», betont Michael Ziegler.
«Der Preisverfall ist nicht gestoppt», betont Michael Ziegler.
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Obwohl auf dem Weltmarkt 2010 mit einem deutlichen Wachstum zu rechnen ist und sich wieder mehr Optimismus breit macht, geraten die Hersteller weiter unter Druck. Grund dafür sind die nach wie vor fallenden Preise für Solarmodule, die die Margen der Unternehmen schrumpfen lassen.

Preise um 40 Prozent gefallen

«Der Preisverfall ist nicht gestoppt», betont Michael Ziegler, Geschäftsführer des Solar-Marktforschers «Meine Solar». Von der Entwicklung profitieren zwar die Verbraucher in Form billigerer Angebote.

So ist der Preis für schlüsselfertige Photovoltaik-Anlagen 2009 im Durchschnitt um 20 Prozent gesunken. Bei den Herstellern ist in diesem Jahr jedoch mit einer stärkeren Branchenkonsolidierung zu rechnen. «Diese wird sich ab dem dritten Quartal bemerkbar machen», meint Ziegler.

Schon im Vorjahr sind die Modulpreise um rund 40 Prozent gefallen. Die geplante Kürzung der Einspeisevergütung, die voraussichtlich im Juni gesenkt werden soll, werde die Preise zusätzlich drücken. Unter Bezugnahme der Degression der Vergütung dürften Solaranlagen ab Juli um neun bis elf Prozent weniger kosten als 2009, erläutert Ziegler.

China-Konkurrenz setzt deutschen Herstellern zu

Der Preissturz von Solarmodulen wurde im Vorjahr durch einen Mix aus Rezession, steigenden Überkapazitäten, Finanzkrise, dem Einbruch des spanischen Marktes und der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes ausgelöst.

Den deutschen Herstellern setzt darüber hinaus die wachsende Konkurrenz vor allem aus China zu, die angesichts geringerer Produktionskosten vergleichsweise niedrige Preise anbieten kann. Der Grossteil der installierten Module stammt mit knapp 59 Prozent zwar aus deutscher Produktion. Beinahe 36 Prozent kommen jedoch bereits aus Fernost. Der Rest stamme aus anderen Ländern wie den USA.

2008 lag der Durchschnittspreis für eine schlüsselfertige Photovoltaik-Anlage noch bei 4300 Euro pro Kilowatt-peak (kWp). Im Vorjahr sind die Kosten dafür auf 3450 Euro je kWp gefallen. Aufgrund des prognostizierten Preisverfalls dürften die Kosten für Solaranlagen 2010 auf 3000 bis 3150 Euro pro kWp weiter sinken.

(pad/pte)

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