Solar-Boom: Wacker stockt Silizium-Produktion auf
publiziert: Donnerstag, 14. Jun 2007 / 16:17 Uhr

München/Burghausen - Der Chemieriese Wacker hat sich zu einem weiteren Ausbau seiner Polysilizium-Produktion am Standort Burghausen entschlossen. Wie der Konzern heute, Donnerstag, bekannt gab, soll die Produktionskapazität nochmals um 7.000 Tonnen pro Jahr erweitert werden.

Die Nachfrage der Solarindustrie werde das Angebot weiter übersteigen, erwartet Wacker.
Die Nachfrage der Solarindustrie werde das Angebot weiter übersteigen, erwartet Wacker.
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Wacker wird 400 Mio. Euro in die «Ausbaustufe 8» investieren. Insgesamt soll die Kapazität damit bis 2010 auf 21.500 Tonnen pro Jahr ausgebaut werden. Der Konzern reagiert mit der Erweiterung vor allem auf die gestiegene Polysilizium-Nachfrage der Solarindustrie.

«Insgesamt geht der grössere Teil der Produktion noch an die Halbleiterindustrie. Dies wird sich aber sehr schnell ändern, der Anteil der Solarindustrie nimmt massiv zu», sagt Wacker-Pressesprecher Christof Bachmair im Gespräch mit pressetext. Am Standort Burghausen werde nach Abschluss des Ausbaus der Grossteil der Produktion vermutlich für die Solarindustrie produziert werden. Zwei weitere Ausbaustufen von 3.500 und 4.500 Tonnen laufen bereits. Derzeit liegt die Nennkapazität bei 6.500 Tonnen pro Jahr, nach Abschluss aller Erweiterungsmassnahmen verdreifacht sich der Wert demnach. Die volle Nennkapazität soll 2010 erreicht werden, ein Jahr zuvor will man bereits auf erstes Polysilizium aus der jüngsten Ausbaustufe zurückgreifen können.

Zweistellige Wachstumsraten erwartet

Die Auslastung der schon laufenden Ausbaustufen sei bereits zu einem Grossteil gesichert, sagt Bachmair. «Bis 2015 sind 80 Prozent der Produktionskapazitäten bereits unter Vertrag.» Bei der jüngsten Ausbaustufe sei es noch zu früh, um über Verträge zu sprechen. Die Ausbaumassnahmen sollen nicht zuletzt dazu beitragen, den Abstand auf den weltgrössten Hersteller von Polysilizium, Hemlock Semicondutors, zu verringern. Hemlock baue ebenfalls aus und bleibe damit Marktführer, ergänzt Bachmair. «Der Abstand wird aber geringer.» Wacker gilt derzeit als Nummer zwei unter den Polysilizium-Herstellern.

Der Chemie-Konzern rechnet auch in Zukunft mit steigender Nachfrage nach Polysilizium. Beim Bedarf der Solarindustrie rechnet das Unternehmen mit jährlichen Wachstumsraten im zweistelligen Prozentbereich. In der Solarindustrie wird Polysilizium zur Herstellung von Solarzellen eingesetzt. Über die Entwicklung der Nachfragesituation bis 2010 herrscht heute jedoch noch Uneinigkeit. Einige Studien prognostizieren bis 2010 eine ausbalancierte Situation von Angebot und Nachfrage, andere sagen weiterhin einen Nachfrageüberschuss vorher, erklärt Bachmair. «Wir gehen davon aus, dass wir zumindest bis 2010 nicht in die Situation kommen, dass der Markt ausgeglichen ist. Die Nachfrage wird das Angebot weiter übersteigen.» Die Nachfrage der Elektronikindustrie werde jährlich um knapp zehn Prozent zunehmen, so die Annahme des Unternehmens.

(ht/pte)

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