Viel Energie für die Cloud
«Schmutziger Strom» - Amazon am Pranger, Lob für Apple
publiziert: Donnerstag, 3. Apr 2014 / 12:54 Uhr
Moderne Rechenzentren benötigen Unmengen an Energie. (Symbolbild)
Moderne Rechenzentren benötigen Unmengen an Energie. (Symbolbild)

Washington - Dienste in der Internet-Wolke (Cloud) verbrauchen mehr Strom als Länder wie Deutschland oder Frankreich. Während Apple mittlerweile diese Energie komplett aus sauberen Quellen bezieht, wird die Cloud bei Amazon und Twitter laut Greenpeace mit «schmutzigem Strom» gespeist.

6 Meldungen im Zusammenhang
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat dem Online-Händler Amazon den grossflächigen Einsatz von «schmutziger Energie» vorgeworfen. Beim Betrieb der Amazon Web Services (AWS), einem der grössten Cloud-Services weltweit, komme vor allem Atomstrom und Energie aus Kohlekraftwerken zum Einsatz.

Damit würden auch Clouddienste wie Netflix, Pinterest, Spotify und Vine, die technisch auf AWS aufsetzen, mit «schmutzigem Strom gespeist», heisst es in einem Greenpeace-Bericht. Ähnlich schlechte Noten wie Amazon erhält der Kurznachrichtendienst Twitter, der im Vergleich zu AWS allerdings deutlich weniger Strom verbraucht.

Als Vorbild für die Branche lobt Greenpeace den US-Konzern Apple. Der Anbieter von iCloud betreibe alle seine Rechenzentren zu 100 Prozent mit Solarenergie oder anderen «grünen» Energiequellen und sei damit einer der grössten Verbraucher von erneuerbarer Energie in den USA. Vor zwei Jahren hatte Greenpeace Apple noch an den Pranger gestellt, weil damals ein Teil der Rechenzentren mit Strom aus Kohle- und Atomanlagen lief.

Clouddienste im «Ländervergleich» auf Platz sechs

Fast so gute Noten wie für Apple verteilte Greenpeace an Facebook und Google. Zwar können die beiden Internet-Riesen im Gegensatz zu Apple nicht komplett auf Atom- und Kohlestrom verzichten. Sie hätten aber enorme Anstrengungen unternommen, um auf saubere Energiequellen umzusteigen.

Etwas schlechter schnitt Yahoo in dem Vergleich ab. Auch Microsoft landete nur im unteren Mittelfeld, weil die Clouddienste rund um Windows und Xbox nur zu rund 25 Prozent aus «grünen Quellen» gespeist werden.

Schlechter als Microsoft schneiden in dem Greenpeace-Vergleich eBay, IBM sowie die Cloudanbieter Equinix, Telecity, Dupont Fabros und Digital Reality ab. Neben Amazon und Twitter steckten Dupont Fabros und Digital Reality in der «dreckigen Energie-Vergangenheit» fest und unternähmen zu wenige Schritte, um auf erneuerbare Energien umzusteigen.

Würden die weltweit angebotenen Clouddienste wie eine Nation behandelt, stünden sie mit 684 Milliarden Kilowattstunden hinter China, USA, Japan, Indien und Russland auf Platz sechs der Energieverbraucher - noch vor Deutschland, Kanada, Brasilien, Frankreich und Grossbritannien.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese greeninvestment.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Cupertino - Apple ist es erstmals ... mehr lesen
Auch das neue Hauptquartier in Cupertino, soll mit erneuerbaren Energien laufen.
Amazon plant derzeit auch neue Verteilzentren in Polen und der Tschechischen Republik.
Berlin - Gewerkschaften aus fünf Ländern spannen beim Ringen um bessere Arbeitsbedingungen bei Amazon zusammen: Arbeitnehmervertreter aus Deutschland, Polen, der Tschechien, ... mehr lesen
Auch für Geschirrspüler werden die Vorschriften neu erlassen.
Bern - Elektrogeräte, die zu viel Strom verbrauchen, sollen künftig in der Schweiz nicht mehr verkauft werden dürfen. Der Bund will die bestehenden Anforderungen verschärfen und neu auch ... mehr lesen
Weitere Artikel im Zusammenhang
Dreckige iCloud, sagt Greenpeace.
Hamburg - Für ihre gigantischen Cloud-Rechenzentren nutzen viele IT-Unternehmen hauptsächlich Strom aus Kohle- und Atomenergie. Die Umweltorganisation Greenpeace warf am ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Solarmodule: Forscher wollen defektfreie Zellen.
Solarmodule: Forscher wollen defektfreie ...
Höhere Effizienz als Hauptziel  Schon minimale Defekte von Perowskit-Kristallstrukturen können die Umwandlung von Licht in Elektrizität in Solarzellen beeinträchtigen. mehr lesen 
Erneuerbare Energien auf dem Vormarsch  Bern - Der Strom aus Schweizer Steckdosen stammte 2014 zu 54 Prozent aus erneuerbaren Energien - zu 49 Prozent aus Wasserkraft und zu rund 5 Prozent ... mehr lesen  
86 Prozent des Stroms aus Energieträgern wurden in der Schweiz produziert.
Ankunft in Lehigh Valley  Lehigh Valley - Der Sonnenflieger «Solar ... mehr lesen  
Landung in 17 Stunden  Dayton - Der Solarflieger Solar Impulse 2 ist von Dayton in Ohio zu seiner 13. Etappe der Weltumrundung aufgebrochen. Der Schweizer Pilot Bertrand Piccard steuert das Flugzeug nun nach Lehigh Valley, Pennsylvania, wo er nach rund 17 Stunden eintreffen soll. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
 
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
BÉNÉDICTE Logo
26.04.2017
26.04.2017
26.04.2017
26.04.2017
Conmergent GmbH Logo
26.04.2017
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 3°C 7°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, starker Regen recht sonnig
Basel 2°C 9°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Regen recht sonnig
St. Gallen 0°C 3°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig starker Schneeregen starker Schneeregen
Bern 3°C 8°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig starker Schneeregen recht sonnig
Luzern 4°C 6°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig anhaltender Regen recht sonnig
Genf 4°C 9°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Regen recht sonnig
Lugano 10°C 13°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten