Regenwald-Zerstörung in Brasilien geht weiter
publiziert: Sonntag, 30. Nov 2008 / 00:19 Uhr

São Paulo - Die Regenwald-Zerstörung im Amazonas-Gebiet im Norden Brasiliens geht nahezu ungebremst weiter. Das geht aus dem jüngsten Bericht des brasilianischen Nationalen Institutes für Weltraumforschung (INPE) hervor.

Das Amazonas-Becken beheimatet das grösste noch verbliebene Regenwald-Gebiet der Erde.
Das Amazonas-Becken beheimatet das grösste noch verbliebene Regenwald-Gebiet der Erde.
7 Meldungen im Zusammenhang
Die Daten basieren auf der Auswertung von Satellitenbildern. Wie die Zeitung «O Estado de São Paulo» berichtete, wurde von August 2007 bis Juli 2008 eine Fläche von schätzungsweise rund 12 000 Quadratkilometern Regenwald vernichtet.

Das ist rund ein Viertel der Fläche der Schweiz und entspricht Vergleich zum Vorjahr einem Anstieg von etwa 3,7 Prozent. Einige Vorhersagen hatten allerdings einen noch stärkeren Anstieg der Regenwaldzerstörung prognostiziert

Der INPE-Bericht wurde auf Drängen der brasilianischen Regierung noch vor der an diesem Montag im polnischen Posen beginnenden UNO-Klimakonferenz fertiggestellt.

Produktion von Kohle

Knapp die Hälfte des Waldes wurde im zweitgrössten brasilianische Bundesstaat Pará abgeholzt. Die stärkste Zuwachsrate verzeichnete dagegen der Bundesstaat Maranhão mit fast 76,9 Prozent (1085 Quadratkilometer). Greenpeace führt diese Entwicklung unter anderem auf die Zunahme der illegalen Kohleproduktion für die Eisen- und Stahlindustrie zurück.

Das Amazonas-Becken beheimatet das grösste noch verbliebene Regenwald-Gebiet der Erde. Umweltschützer werfen der brasilianischen Regierung vor, zu wenig für den Schutz des Gebietes zu tun und verweisen auf die einzigartige Flora und Fauna mit mehr als 40 000 Pflanzenarten und rund 430 Säugetierarten.

(bert/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese greeninvestment.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Die Rinderzucht gilt als grösster Urwaldvernichter im Amazonasgebiet.
São Paulo - Die grossen brasilianischen Rindfleischkonzerne haben ein Moratorium zum Schutz der Regenwaldes im Amazonas unterzeichnet. Die vier grössten Unternehmen wollen danach künftig auf ... mehr lesen
Frankfurt - Wissenschaftler haben den ... mehr lesen
Die Zuweisung eines wirtschaftlichen Geldwerts kann das Abholzen stoppen.
Der steigende Bedarf nach edlen Hölzern stellt eine Gefahr für den Regenwald dar.
Brasilia - Der brasilianische Präsident Luis Inacio Lula da Silva hat einen internationalen Fonds zum Schutz des Amazonas gestartet. mehr lesen
Weitere Artikel im Zusammenhang
Entwicklungsländer sollen bei der Wiederaufforstung unterstützt werden.
New York - Die UNO-Generalversammlung hat am Montag in New York die erste internationale Vereinbarung zur umweltfreundlichen Waldbewirtschaftung verabschiedet. Darin werden die Ziele und ... mehr lesen
Brazzaville/Nairobi - Nach dem ... mehr lesen
Bis 2030 wird ein Drittel des Regenwaldes abgeholzt sein.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Christian Bauer (links) und Romain Sacchi sind Teil des Teams am PSI, das den «Carculator» entwickelt hat - ein Webtool, mit dem sich die Umweltauswirkungen von verschiedenen Personenwagen detailliert vergleichen lassen.
Christian Bauer (links) und Romain ...
Paul Scherrer Institut präsentiert den Carculator  Villigen - Entscheidungshilfe beim Autokauf: Forschende des Paul Scherrer Instituts haben ein Webtool namens «Carculator» entwickelt, mit dem sich detailliert die ökologische Bilanz von Personenwagen vergleichen lässt. Das Programm ermittelt die Ökobilanz von Fahrzeugen mit unterschiedlichen Antriebsarten und stellt sie in Vergleichsgrafiken dar. Dabei wird der gesamte Lebenszyklus der Personenwagen bedacht, darunter also die Herstellung der Fahrzeuge sowie die umweltrelevanten Emissionen beim Fahren. mehr lesen 
Höhere Effizienz als Hauptziel  Schon minimale Defekte von Perowskit-Kristallstrukturen können die Umwandlung von Licht in Elektrizität in Solarzellen beeinträchtigen. mehr lesen  
Erneuerbare Energien auf dem Vormarsch  Bern - Der Strom aus Schweizer Steckdosen stammte 2014 zu 54 Prozent aus erneuerbaren Energien - zu 49 Prozent aus Wasserkraft und zu rund 5 Prozent aus Fotovoltaik, Wind und Biomasse. Dies geht aus den neusten Zahlen des Bundesamtes für Energie hervor. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
 
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
ETN Logo
ETN
02.07.2020
02.07.2020
immoclean.ch Liegenschaftsbetreuung Logo
02.07.2020
02.07.2020
02.07.2020
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 12°C 25°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wolkig, aber kaum Regen
Basel 13°C 26°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 12°C 23°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wolkig, aber kaum Regen
Bern 11°C 24°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wolkig, aber kaum Regen
Luzern 13°C 25°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Genf 12°C 26°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Lugano 17°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten