Wiederverwertung
Recycling schont Ressourcen und bringt der Umwelt enorm viel
publiziert: Mittwoch, 8. Apr 2015 / 15:44 Uhr
Laut Swiss Recycling hat die Schweiz in den letzten 30 Jahren bei den Separatsammlungen einen hohen Standard erreicht. (Symbolbild)
Laut Swiss Recycling hat die Schweiz in den letzten 30 Jahren bei den Separatsammlungen einen hohen Standard erreicht. (Symbolbild)

Zürich - Wiederverwertung von Altstoffen schont nicht nur Ressourcen. Separatsammlungen von Glas, PET oder Aluminium bringen auch einen enormen Nutzen für die Umwelt, wie eine Ökobilanzstudie von Swiss Recycling zeigt.

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Die gesamten Schweizer Recyclingsysteme kompensierten den Wohnenergiebedarf von knapp 790'000 Einwohnern. Das entspreche in etwa der Wohnbevölkerung von Zürich, Basel, Bern und Luzern zusammen, heisst es in dem am Mittwoch publizierten Leistungsbericht 2015 des Vereins Swiss Recycling.

Allein das Recycling von Aluminium- und Weissblechverpackungen, PET-Flaschen, Textilien, Batterien, Glas sowie Elektro- und Elektronikgeräten reduzierten jedes Jahr die CO2-Emissionen um 680'000 Tonnen. Gespart würden damit über 280 Millionen Liter Benzin.

Mit der Wiederverwertung einer einzigen Tonne Aluminiumverpackungen ist die Reduktion der Umweltbelastung so gross, wie wenn man 30 Mal von Zürich nach Barcelona mit dem Auto fahren würde. Und rund 2600 Liter Heizöl sparen lässt sich laut der Studie mit einer Tonne rezyklierten Batterien und Akkus. Separat gesammelt werden in der Schweiz jährlich rund 12'000 Tonnen Aluminiumverpackungen und 2500 Tonnen Batterien.

Die Gesamtbilanz zeige, dass der ökologische Gesamtnutzen des heutigen Recycling-Systems in der Schweiz sehr hoch sei, heisst es im Bericht. Recycling sei für jede Privatperson oder Unternehmung ein einfacher und leichter Weg, einen beachtlichen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

Kreislaufwirtschaft statt höhere Quoten

Laut Swiss Recycling hat die Schweiz in den letzten 30 Jahren bei den Separatsammlungen einen hohen Standard erreicht. Bei den Batterien beträgt die Rücklaufquote rund 70 Prozent, beim Glas beträgt die Recyclingquote gar 96 Prozent.

Eine Anhebung der Quoten aller Separatsammlungen auf theoretische 95 Prozent würde gemäss der Ökobilanzstudie der Umwelt wenig bringen. Nur bei den Batterien und dem Textilrecycling könnten mit einer zusätzlichen Erhöhung der Sammelquote der Umweltnutzen um über 20 Prozent gesteigert werden.

Swiss Recycling setzt deshalb mit ihrem «Projekt 2030» verstärkt auf ein Gesamtsystem. Die Stichworte dazu heissen Erweiterte Produzentenverantwortung (EPV) und die Kreislaufschliessung. Der Verband will damit einen Beitrag zur Grünen Wirtschaft leisten, die auch auf der politischen Agenda der eidgenössischen Räte steht.

Im «Trialog» Lösungen für die Zukunft finden

Eine optimale Kreislaufwirtschaft setze nicht auf eine möglichst hohe Sammelquote, sondern auf eine erhöhte Materialeffizienz wie auch auf eine Produktegestaltung, die das Recycling erleichtere. Intelligentes Produktedesign beinhalte zudem eine optimierte Lebensdauer. «Die Möglichkeit zur Reparatur und Aktualisierung bei elektronischen Geräten ist ein Muss», hält der Leistungsbericht fest.

Lösungsansätze für ein nachhaltiges Gesamtsystem aufzeigen soll ein «Ressourcen Trialog», den Swiss Recycling zusammen mit dem Kanton Aargau ins Leben gerufen hat. Verbände, Wirtschaft und Politik sollen gemeinsam über den Umgang mit Abfall und dessen Bedeutung als Ressource diskutieren. Dabei sollen langfristige und praxisorientierte Lösungen für eine Ressourcenwirtschaft im Jahr 2030 erarbeitet werden.

Der Verein Swiss Recycling mit Sitz in Zürich besteht seit 1992. Er ist die Dachorganisation von zehn Reycling-Organisationen, darunter PET-Recycling Schweiz, Ferro-Recycling, die Konservendosen und Stahlblech sammelt, sowie INOBAT, die Interessenorganisation Batterieentsorgung.

(flok/sda)

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