Rechenzentren als Energiefresser
publiziert: Donnerstag, 6. Dez 2007 / 14:16 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 6. Dez 2007 / 23:57 Uhr

Zürich – Der zunehmende Stromverbrauch von Rechenzentren verlangt nach energieeffizienten Lösungen. Um die Forschung und Entwicklung auf diesem Gebiet voranzutreiben, hat IBM im Mai dieses Jahres die weltweite Initiative «Projekt Big Green» gestartet.

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Die Schweiz gilt laut IBM als idealer Standort für Rechenzentren.
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Zum Bericht
Green IT- Das grüne Rechenzentrum.
Swiss Innovation Outlook

Dazu gehört dazu auch der aktuelle Swiss Innovation Outlook «Green IT – Das grüne Rechenzentrum». Gemeinsam mit Partnern wie dem Centre for Energy Policy & Economics (CEPE) der ETH Zürich stellt IBM darin neue Entwicklungen und konkrete Lösungen vor, wie aus einer Medienmitteilung des Unternehmens hervorgeht.

Der Stromverbrauch in der IT steigt markant: heute setzen Rechenzentren als Energie-Grossverbraucher Leistungen im Megawatt-Bereich um. In wenigen Jahren werden die Ausgaben für Kühlung und Strom die Kosten für die Infrastruktur übersteigen. Für die Schweizer Volkswirtschaft, die in erster Linie auf dem IT-orientierten Dienstleistungssektor basiert, ist diese Entwicklung von grosser Bedeutung. Aus ökologischen sowie finanziellen Gründen gilt es also, den Energieverbrauch im Rechenzentrum selbst zu optimieren und nicht genutzte Energie in Business-Prozesse zurückzuführen.

Energiehungrige Server

Weltweit hat sich der Energieverbrauch für Server zwischen 2000 und 2005 verdoppelt. Die Schweiz, die als sicheres Land mit einer sicheren Stromversorgung gilt, bietet einen idealen Standort für Rechenzentren. Rund 4000 Rechenzentren zählt das Land schon heute. IBM, ETH und ZKB arbeiten gemeinsam an einem Modell, welches sämtliche Faktoren eines effizienten Energieeinsatzes berücksichtigt. Dazu gehören die Diagnose des Energieverbrauchs, das Energiemanagement, Kühlungstechniken, das Zusammenlegen einzelner Server sowie intelligente Planung bei Bau oder Modernisierung eines Rechenzentrums.

Zur Optimierung des Energieverbrauchs in den Serverfarmen ist zunächst ein durchgängig strukturiertes Messkonzept nötig. Damit lässt sich das Verbesserungspotenzial genau darstellen. Zudem erhält man eine Grundlage für eine künftige verbrauchs- und anteilsabhängige Abrechnung. Energiekosten lassen sich so über Verteilschlüssel auf Kunden umlegen.

Neue Kältetechnologien

Voraussetzung dafür ist auch ein durchdachtes Energiemanagement. Als technische Lösungen bieten sich neuste Kältetechnologien an, die den Energiebedarf für die Kälteerzeugung um nahezu die Hälfte senken. Zusätzlich lässt sich der Energie- und Kühlbedarf durch Virtualisierung, d.h. durch Zusammenlegung vieler einzelnen Server- und Speichersysteme, bis zu 80 Prozent senken. Schliesslich spielt auch die sorgfältige Planung beim Bau und bei der Modernisierung eine entscheidende Rolle. IBM will ihr weltweites Engagement im Bereich Green IT weiter verstärken.

Auch IBM Schweiz wird ihr Engagement für das grüne Rechenzentrum künftig intensivieren. Als Technologiepartner berät sie Kunden bei Diagnose, Energiemanagement und Standortplanung und bietet intelligente Systeme für die Virtualisierung und Kühlung. Gerade auf letzterem Gebiet besteht in der Schweiz ein grosses Know-how. So forscht das IBM Labor derzeit zusammen mit der EPFL, der ETH Zürich und andern Partnern an zukunftsweisenden Lösungen in den Bereichen Mikro- und Nanotechnologie.

IBM Swiss Innovation Outlook

Die Schriftenreihe IBM Swiss Innovation Outlook wagt gemeinsam mit Experten einen Blick in die Zukunft der Schweizer IT und Wirtschaft.

An der aktuellen Ausgabe beteiligten sich Experten folgender Firmen: ETH Zürich, OPIT Solutions AG, Suiselectra Ingenieurunternehmung AG Basel, Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit GmbH Berlin, Henne und Walter AG, Deutschland.

(ht/pd)

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