Klimaschutz: EU drängt China zu klarer Haltung
publiziert: Montag, 25. Mai 2009 / 09:43 Uhr

Peking - Um bis Jahresende ein Folgeabkommen für das Kyoto-Klimaschutzprotokoll abschliessen zu können, sollen alle großen Volkswirtschaften ihre Verhandlungspositionen offen legen.

Autobahnen in der chinesischen Metropole Shanghai.
Autobahnen in der chinesischen Metropole Shanghai.
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Darauf hat EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso bei einer Pressekonferenz nach dem EU-China-Gipfel vergangenen Mittwoch gedrängt.

Dass Peking sich davon besonders angesprochen fühlen soll, liess Barroso indirekt durchblicken. Die EU und China könnten mitentscheidend dazu beitragen, bei der UN-Klimaschutzkonferenz in Kopenhagen im Dezember ein erfolgreiches Ergebnis zu erreichen, sagte er. «Die USA bewegen sich in die richtige Richtung», fügte Barroso hinzu und lobte US-Präsident Barrack Obama für dessen am Vortag angekündigte Klimaschutzauflagen für die heimischen Autobauer.

«Ich bin sicher, dass sich auch China voll engagieren wird», sagte Barroso. Er wies darauf hin, dass sich die großen Wirtschaftsmächte bereits einig seien, dass die globalen Treibhausgasemissionen bis 2050 halbiert werden müssten und dass alle Länder dazu ihren Beitrag zu leisten hätten, wenn auch in unterschiedlichem Ausmass. Beim G-8-Gipfeltreffen im Juli in Italien gebe es erneut Gelegenheit, auch mit China über das Thema zu reden, sagte der Kommissionspräsident.

Auch Indien im Fokus

Unter den grossen Treibhausgasemittenten hat die EU bisher am klarsten ihre Angebote für Kopenhagen formuliert. Sie will mit Hilfe ihres im Dezember verabschiedeten Gesetzespakets zum Klimaschutz bis 2020 auf jeden Fall 20% Kohlendioxidemissionen gegenüber 1990 einsparen. Wenn sich andere Staaten zu ähnlichen Anstrengungen verpflichten, sollen es sogar 30% sein. Die Kommission hat vorgeschlagen, Schwellen- und Entwicklungsländern im UN-Abkommen keine konkreten Ziele vorzuschreiben.

Insgesamt sollen sie ihre Emissionen bis 2020 um 15 Prozent bis 30 Prozent der Menge drosseln, die bei Fortsetzung der heutigen Wirtschaftsentwicklung zu erwarten wäre. Von Ländern wie Indien und China erwartet die Kommission noch vor Dezember Pläne, wie sie ihre Wirtschaft auf einen CO2-armen Weg bringen wollen.

Noch nicht festgelegt hat sich die EU, mit welchen Finanzhilfen sie bereit wäre, die Klimaschutzanstrengungen von Drittstaaten zu unterstützen. Die Mitgliedstaaten zögern, entsprechende Angebote zu machen, bevor Länder wie China oder Indien ihre Verhandlungsposition präzisiert haben.

(co2-handel.de/news.ch)

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    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
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