Honda Insight auf Platz 1 der Auto-Umweltliste
publiziert: Mittwoch, 25. Feb 2009 / 10:24 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 25. Feb 2009 / 13:09 Uhr

Bern - Ein neues Modell hat es 2009 zuoberst auf die Auto-Umweltliste des VCS geschafft: Der Honda Insight Hybrid. Dieses Hybridfahrzeug weist einen Benzinverbrauch von 4,4 Litern pro 100 Kilometer aus und emittiert 101 Gramm CO2 pro Kilometer, wie der VCS am Mittwoch mitteilte.

Fährt ohne viel Tankstelle: Der Honda Insight Hybrid.
Fährt ohne viel Tankstelle: Der Honda Insight Hybrid.
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Gemäss Aat Peterse, vom Europäischer Verband für Transport und Umwelt (T&E), verfehlen die aktuellen Finanzhilfen für die Automobilindustrie das angestrebte Ziel und tragen nichts zum längst notwendigen Strukturwandel der Autobranche bei. Auch die Umwelt profitiert nicht davon.

Zweimal hintereinander standen bisher zwei japanische Hybridautos (Toyota Prius und Honda Civic) zuoberst auf der Auto-Umweltliste AUL des VCS, auf der die Autos nach ihrer Umweltbelastung bewertet werden.

2009 hat jetzt es ein neues Modell an die Spitze der Rangliste aller Kategorien geschafft: Der neue Honda Insight Hybrid. Der Sieger ist also wieder ein Hybridfahrzeug, er verfügt somit über eine Kombination aus Benzin- und Elektroantrieb.

Der Honda Insight Hybrid ist ein 5-Plätzer der unteren Mittelklasse. Er verbraucht 4,4 Liter Benzin auf 100 Kilometer und emittiert 101 Gramm CO2 pro Kilometer.

Gasbetriebene Kleinwagen als Verfolger

Drei gasbetriebene Kleinwagen haben sich auf dem zweiten, vierten und fünften Rang positioniert: Der Fiat Punto 1.4, der Fiat Panda Panda 1.2 und der Citroën C3 1.4i GNV.

Die Bronzemedaille geht an den neuen Miniwagen IQ 1.0 von Toyota, der nicht viel länger ist als ein Smart, aber für vier Personen Platz bietet. Die beiden Hybridautos, welche die Rangliste 2007 und 2008 anführten, sind auf den sechsten und siebten Platz zurückgefallen. Das sind immerhin Anzeichen, dass endlich etwas Bewegung in den Markt der sparsamen Fahrzeuge kommt.

CO2-Treibstoffabgabe gefordert

VCS-Vize-Präsident Uli Doepper erinnerte hingegen daran, dass die Neufahrzeuge in der Schweiz einen mittleren CO2-Ausstoss von 183g/km ausweisen, der höchste Wert in Europa. Der VCS fordert von der Regierung einen wirksameren Klimaschutz in Sachen Strassenverkehr.

Er empfiehlt für die Neuwagen eine Reduktion des CO2-Ausstosses auf einen mittleren Wert von 80 g/km bis ins Jahr 2020, also weniger als die Hälfte der heutigen Emissionswerte. Der VCS schlägt hierfür die Einführung von handelbaren Verbrauchsgutschriften und die Einführung einer CO2-Treibstoffabgabe vor.

Verzögert Staatshilfe Umstrukturierung?

Gemäss Aat Peterse, vom Europäischen Verband für Transport und Umwelt (T&E), bewegt sich die Automobilindustrie in Richtung mehr Nachhaltigkeit. Beeinflusst wird dies durch das europäische Gesetzgebungsverfahren für eine Reduzierung des CO2-Ausstosses bei Neuwagen, das im Dezember 2008 verabschiedet wurde. Eine dringend notwendige Massnahme, da die Reduzierung des CO2-Ausstosses bei Neuwagen 2007 lediglich 1,7 % betrug, also weit weniger als nötig.

Branchenberichte sprachen in den letzten Jahren immer wieder von einer Industrie, die zum einen unter Überkapazitäten litt und sich zum anderen mit den gesättigten Märkten der Industrieländer konfrontiert sah.

Schmerzhafte Restrukturierungen schienen in diesem bekanntermassen stark konjunkturabhängigen Industriezweig schon lange vor der Kreditkrise unausweichlich.

Der Staat versucht jetzt mit erleichterten Krediten und dem Abstützen der Nachfrage durch Konsumentenanreize beim Eintausch von alten gegen neue Fahrzeuge zu helfen. Aber diese staatliche Unterstützung kann den schmerzhaften Umstrukturierungsprozess allenfalls verzögern.

Kredite für saubere Fahrzeuge

In den nächsten Jahren soll die Europäische Investitionsbank der Automobilindustrie 7 Mrd. Euro leihen, um die Produktion von umweltfreundlichen Autos zu unterstützen. Es ist schwierig zu verstehen, wie die Umwelt von dieser Finanzhilfe an die Autoindustrie profitieren kann, da diese ohnehin gesetzlich verpflichtet ist, in Zukunft sauberere und effizientere Fahrzeuge zu bauen. Zudem betont Aat Peterse, dass die Regierungen mit diesem Rettungsprogramm ein denkbar falsches Signal an die Management-Etagen der Autoindustrie senden.

Verantwortungsbewusste Manager hätten in den guten Jahren genug Reserven angelegt, um die unvermeidliche Rezession aufzufangen. Das ist bei vielen Firmen nicht geschehen.

Diesen Unternehmen jetzt aus der Klemme zu helfen, lässt sich gleichsetzen mit der Botschaft: Keine Sorge, der Staat wird alle eure Risiken übernehmen. Ökonomen würden das als Schaffung eines subjektiven Risikos (moral hazard) bezeichnen, d. h. sie würden den wirtschaftlichen Akteuren die Verantwortung für ihre Risiken abnehmen.

(ht/pd)

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