Hayek und PSI gründen «Schweizer Brennstoffzelle»
publiziert: Freitag, 30. Mai 2008 / 11:28 Uhr / aktualisiert: Freitag, 30. Mai 2008 / 16:17 Uhr

Villigen - Der Uhrenpatron Nicolas Hayek spannt in der Forschung für ein CO2-emissionsfreies Auto mit dem Paul Scherrer Institut (PSI) zusammen. Hayeks Belenos Clean Power AG und das PSI haben das Gemeinschaftsunternehmen «Schweizer Brennstoffzelle» gegründet.

Emissionsfreies Auto geplant: Nicolas Hayek.
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Das Ziel sei, einen lokal emissionsfreien Antrieb für einen leichten Personenwagen für mindestens vier Personen zu entwickeln, sagte Nicolas Hayek, Verwaltungsratspräsident der Belenos Clean Power, vor den Medien im aargauischen Villigen.

Gemeinsam würden Lösungen gesucht und umgesetzt. Die Entwicklung werde jedoch mindestens zwei Jahre dauern. «Wir sind überzeugt, dass wir das Ziel erreichen», betonte Hayek.

Konkurrenzfähigkeit als Ziel

Mehrere Millionen Franken würden in die Forschung investiert. Man wolle nicht einen Prototypen entwickeln, sondern eine Brennstoffzelle für ein marktfähiges Auto.

Der Antrieb des Fahrzeugs soll die gleiche Lebensdauer wie das Auto selbst haben. Auch die Fahrleistung und der Gesamtpreis (Kaufpreis plus Betriebskosten) sollen mit einem Personenwagen der Kompaktklasse konkurrieren können.

«Visionen nötig»

«Es braucht Visionen, um vorwärts zu kommen», sagte Martin Jermann, PSI-Direktor ad interim. Er bezeichnete die Zusammenarbeit mit Belenos als «einen wichtigen Schritt» auf dem Weg von der Forschung zur Umsetzung in die Praxis. Alexander Wokaun, Bereichsleiter Allgemeine Energie am PSI, sagte, bei der Brennstoffzelle solle Wasserstoff durch Elektrolyse mit Strom aus dezentral installierter Photovoltaik hergestellt werden. Damit werde der Antrieb nicht mehr von einer aufwendigen Infrastruktur abhängig sein.

Weltweit forschen gemäss Hayek rund 30 Stellen an einer Brennstoffzelle für ein Auto. Er verhandle mit zwei Autokonzernen und erhalte viele Anfragen. Die gestiegenen Benzinpreise begünstigten die Marktfähigkeit von Brennstoffzellen.

Ackermann und Clooney bei Belenos

Mitglieder des Verwaltungsrates der Belenos Clean Power AG sind neben Hayeks Sohn Nick auch der Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, sowie der bisher einzige Schweizer Astronaut Claude Nicollier und der US-Schausspieler George Clooney.

Das Paul Scherrer Institut hatte zwar schon 2002 einen auf Brennstoffzellenantrieb umgerüsteten Volkswagen präsentiert. Der Marktdurchbruch liess aber auf sich warten.

Verhandlungen mit Autohersteller

Gemäss Hayek forschen weltweit rund 30 Stellen an einer CO2-emissionsfreien Brennstoffzelle für ein Auto. Er verhandle mit zwei Autokonzernen und erhalte viele Anfragen.

«Wir wollen die Autoproduzenten zur Zusammenarbeit bringen», betonte Hayek. Es gehe nicht darum, selbst ein Auto zu bauen.

Belenos plant gemäss der schriftlichen Mitteilung weitere Entwicklungen. Das grösste Reduktionspotenzial der CO2-Emissionen in der Schweiz liege neben dem Individualverkehr im Wärmeverbrauch bei Gebäuden.

(ht/sda)

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Brennstoffzellenantrieb
Eine Frage an die Leute, die gerade den ersten Prototyp entwickelt haben.
Kann die Reichweite des Autos nicht erhöht werden, in dem man das Abfallprodukt Wasser wieder der Elektrolyse zuführt und die Füllmenge im Wasserstoff- und Sauerstofftank entlastet? Würden dafür Solarzellen auf dem Dach nicht reichen?
Gruss - Marcel
Viel Glück, Herr Hayek
Mehr Glück als Sie mit dem Smart hatten! Und hoffentlich werden Sie den deutschen Autobauern eine grosse Konkurrenz! Ich erinnere mich noch gut, als die befürchteten, am Kat. Konkurs zu gehen!
Schweizer Brennstoffzelle
Bravo Herr Hayek
Es freut mich, wie Sie Kapital und Zeit in eine umweltverträglichere Technik investieren. Im Gegensatz zu Autokonzernen, die lieber Dreckschleudern und Ressourcen-Verschleuderer wie HUMMER oder PORSCHE CAYENNE produzieren. Ich wünsche Ihnen Mut, Ausdauer und natürlich den erhofften Erfolg. Energiequellen gibt es ja im Überfluss, z.B. in der Sahara wie in den Weltmeeren. taurus39
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