«Bruchstelle» zwischen den Fondsverwaltung und der Generation Y
Fondsmanager ignorieren Generation Y
publiziert: Mittwoch, 4. Jul 2007 / 07:03 Uhr

Einschneidende demografische Veränderungen werden die Fondsmanager dazu bringen, ihren Blick über die Baby-Boomer-Generation hinaus auch auf die heutige Generation Y im Alter von mittlerweile über Zwanzig zu werfen. Dies geht aus einer neuen Studie von KPMG hervor.

Die Generation Y ist aktiv und informiert. Das gilt auch für den Umgang mit Aktien und Fonds.
Die Generation Y ist aktiv und informiert. Das gilt auch für den Umgang mit Aktien und Fonds.
Jenseits der Baby Boomer: Der Aufstieg der Generation Y lässt den Verdacht aufkommen, dass viele Akteure in der Fondsmanagement-Branche den Generationswechsel nicht erkannt haben oder einfach nicht auf ihn vorbereitet sind, obwohl dieser sich auf ihren Kundenstamm und ihre Mitarbeiter auswirkt.

Ab 2013 in den USA rückläufig

Die Anhäufung von Vermögen in den letzten 20 Jahren wurde durch den Alterungsprozess der Baby Boomer der 15 Geburtenjahrgänge bis 1961 gefördert. Viele Fondsmanager wollen sich trotz der demografischen Trends des nächsten Jahrzehnts auch weiterhin auf die Baby Boomer konzentrieren, obwohl die Zahl der Leute, die in ihrem Lebenszyklus das Alter der «Vermögensanhäufung» (im Alter von 40 bis 59 Jahren) erreichen, in den USA bereits ab dem Jahr 2013 rückläufig sein wird.

Wenig Aufmerksamkeit

Nur 28 Prozent der untersuchten Fondsgesellschaften beabsichtigen in den nächsten fünf Jahren überhaupt, eine Beziehung zur Generation Y als Kundengruppe zu entwickeln. Diese kommen dann zu den 22 Prozent hinzu, von denen die Generation Y in den letzten zwei Jahren bereits als Kundengruppe erkannt worden ist. Damit schenkt aber immer noch nur die Hälfte der Fondsmanager dieser wichtigen Marktgruppe ihre Aufmerksamkeit.

Das will die Generation Y

Die Studie verdeutlicht auch, dass die Branche sich darüber einig ist, was die Generation Y will. Dabei sind zwei Ergebnisse vorherrschend: Investmentfonds und Aktienwerte. In der Branche besteht jedoch Uneinigkeit darüber, wie man sich der Generation Y nähern sollte: Neun Strategien erhielten eine erwähnenswerte Anzahl von Antworten. In dieser Branche kennt man seine Produkte viel besser als seine zukünftigen Kunden und man weiss auch nicht richtig, wie man mit diesen umgehen sollte.

Hohe Fluktuation

Nur zwei Prozent der Befragten waren der Ansicht, dass Produkte mit Selbstverwaltung für die Generation Y attraktiv sein könnten. Die Fokus-Gruppen in allen Städten bestätigten jedoch den Aspekt, dass die Generation Y «sich ihr Portfolio jeden Tag ansehen möchte». Die Fondsgesellschaften haben schon immer Schwächen bei der Rekrutierung junger Mitarbeiter gezeigt. Aus der Untersuchung geht hervor, dass 25 Prozent der Firmen bei den jungen Mitarbeitern der Generation Y jährlich mehr als 30 Prozent Fluktuation aufweisen. Dennoch war nur 1 Prozent der untersuchten Firmen der Ansicht, dass sie bei der Rekrutierung und Erhaltung von Mitarbeitern erfolglos seien.

Eigene Stellung überprüfen

Markus Schunk, Partner, Head Asset Management bei KPMG Schweiz verdeutlicht: «Die Branche der Fondsverwalter ist auf der wachsenden demografischen Welle vorwärts katapultiert worden. Diese Welle zieht sich jetzt zurück. In den nächsten fünf Jahren wird sich der Zuwachs der Leute in der Lebensphase der ‚Vermögensanhäufung’ ins Negative verkehren. Die Branche muss eine Bestandsaufnahme vornehmen, ihre eigene Stellung überprüfen und ihre Flugbahn neu auf die Entwicklung der Generation Y als Vermögensbilder und -erben ausrichten, wenn sie weiterhin wachsen und erfolgreich sein möchte.»

Hoffnung auf Einsicht

Markus Schunk meint abschliessend: «Die Antwort auf die Demografie- und Generationsveränderungen ist keine Frage der Beweglichkeit auf dem Markt, sondern eine Frage der strategischen Aufstellung. Jetzt ist für die Fondsgesellschaften insgesamt der Zeitpunkt gekommen, darüber nachzudenken, was zur Erfüllung der Anforderungen der Generation Y benötigt wird. Wir hoffen, dass diese Untersuchungsergebnisse zu der erforderlichen Einsicht führen, damit die Auswirkungen dieser bevorstehenden demografischen Veränderungen auf die Branche endlich verstanden werden.»

Zur Studie

Im Rahmen der Studie wurden Branchenangehörige aus 17 Ländern befragt. KPMG hat 125 Umfrageantworten aus Firmen erfasst, zusammengestellt und analysiert, die etwa 20 Prozent (USD 3’800 Milliarden) der global verwalteten Fonds betreuen. Im Rahmen der Untersuchung wurden fünf Fokusgruppen mit Teilnehmern der Generation Y in London, New York, Tokio, Frankfurt und Sydney gebildet. Etwa 28 Interviews unter vier Augen wurden mit Entscheidungsträgern der Branche in London, New York und Frankfurt geführt.

(sm)

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