First Solar und China bauen weltgrössten Solarpark
publiziert: Dienstag, 8. Sep 2009 / 20:58 Uhr

Tempe/Peking - China plant den Bau des weltgrössten Sonnenkraftwerkes. In der mongolischen Wüste soll bis 2019 ein gigantischer Park aus Sonnenzellen entstehen, die mit 2 Gigawatt soviel Strom erzeugen wie etwa zwei Atomkraftwerke zusammen.

Das Solarkraftwerk soll bereits ab 2010 Strom produzieren. (Archivbild)
Das Solarkraftwerk soll bereits ab 2010 Strom produzieren. (Archivbild)
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Mit dem Bau in Ordos in der Inneren Mongolei soll schon im Juni nächsten Jahres begonnen werden. Eine entsprechende Absichtserklärung mit dem amerikanischen Modulhersteller First Solar wurde in Tempe im US-Bundesstaat Arizona während des Besuches des chinesischen Parlamentschefs Wu Bangguo unterzeichnet.

In der anfänglichen Demonstrationsphase soll der Solarpark in Nordchina zunächst 30 Megawatt leisten. In Schritten soll das photovoltaische Kraftwerk erst um jeweils 100 Megawatt und zuletzt 1000 Megawatt ausgebaut werden, teilte First Solar mit.

Während die im Juli verkündete Vision europäischer Stromkonzerne, in Nordafrika das grösste Sonnenkraftwerk der Welt bauen zu wollen, von einer Realisierung weit entfernt sei, werde das Projekt in der mongolischen Wüste schon nächstes Jahr ersten Strom produzieren, hiess es.

Das in New York gelistete Unternehmen erwägt nach eigenen Angaben die Möglichkeit, vor Ort in der Mongolei auch Module zu produzieren. Nach der Unterzeichnung der grundsätzlichen Absichtserklärung über das Solarkraftwerk müssen beide Seiten jetzt die eigentlichen Verträge aushandeln.

(ht/sda)

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Ja, Roland, das was Sie da erläutert haben ...
... gibt Sinn und tönt wahrscheinlich ...! Leider, denn mir scheint es auch, wie Sie es formulieren "... So war es mit dem alten Rom, und wir, so Müller, "haben einen ähnlich dekadenten Status erreicht wie die Römer zu Beginn ihres Untergangs".

Hoffen wir, dass die "westliche Welt" nocht begreift, was da sich anbahnt! Gegen-WEHR hat jedenfalls keinen Sinn. WIR alle müssen uns mit geeigneten Mitteln wappnen und sei es mit Schlauheit und hoher technischer Überlegenheit - und natürlich mit (wieder!) mehr wirklicher menschlicher Weiterentwicklung, was man heute vom westlichen Menschen nicht gerade sagen kann. Besonders im kulturellen und spirituellen Bereich nicht ...
Könige aus dem Osten
BND sieht Machtverschiebung zu den „Königen aus dem Osten"

In deutschen Zeitungen fand man nur kurze Erwähnungen über zwei bedeutende Treffen, die im Juni im Ural stattfanden. Zunächst trafen sich die Präsidenten der Schanghai-Organisation, später dann die Führer der BRIC-Staaten. Zur Schanghai-Organisation gehören die Mitgliedsstaaten Russland, China, Kasachstan, Kirgistan, Usbekistan und Tadschikistan. Als Beobachter sind stets Indien, Pakistan und der Iran dabei. Auf der Juni-Sitzung im russischen Jekaterinburg kam dieses Mal bei der Schanghai-Gruppe nicht viel Substanzielles heraus. Dennoch diskutierte man auf Vorschlag von Irans gerade neu ernanntem Präsidenten Achmadinejad, eine eigene Währungseinheit für diesen Regionalraum zu schaffen. Ein ähnliches Thema wurde beim Treffen der BRIC-Staaten - ebenfalls in Jekaterinburg - besprochen. Zu den BRIC-Staaten gehören Brasilien, Russland, Indien und China. Auf diesem allerersten Treffen der BRIC-Staatenführer wurde ausgiebig darüber diskutiert, wie man auf der Weltbühne mehr Gewicht bekommen und sich aus der Dollar-Abhängigkeit lösen könne. So vereinbarten beispielsweise die BRIC-Staaten, sich gegenseitig ihre eigenen Staatsanleihen abzukaufen, was den Verkauf von US-Staatspapieren erschweren wird.. Auch über eine neue Weltwährung wurde nachgedacht, wobei sich Russlands Präsident Medwedew bei diesem Thema sehr reserviert zeigte. Zurzeit wird in Regierungskreisen in Berlin ein Papier des deutschen Auslandsgeheimdienstes (BND) diskutiert, in dem eine massive Verschiebung des globalen Machtgefüges beschrieben wird. Nach der BND-Studie stehe der Anbruch eines asiatischen Jahrhunderts bevor, in dem China zur absoluten Weltmacht aufsteigen könnte. Da laut BND der Zusammenbruch etlicher westlicher Staaten zu erwarten sei sowie eine lang andauernde globale Krise, müsse in Deutschland rasch eine neue „geostrategische Debatte" geführt werden. Für Bibelleser ist diese mögliche Machtverschiebung von besonderem Interesse. Denn in einem endzeitlichen Szenario wird ein Bund der Könige aus dem Osten (Offb. 16,12 / „Könige vom Aufgang der Sonne") eine Rolle spielen. Der berühmte amerikanische Professor für Bibelauslegung J. Dwight Pentecost schreibt in seinem Klassiker „Bibel und Zukunft" dazu: „Es geht nicht um den König des Ostens, sondern aus dem Osten - um Völker auf der Ostseite des Euphrats (im Irak). Man kann somit schlussfolgern, dass die zweite große, feindliche Streitmacht der Nationen aus der Koalition der Völker in Asien bestehen wird, die sich gegen die drohende weltweite Herrschaft des Oberhauptes des Römischen Reiches zusammenschließen werden."

© TOPIC Juli 2009

Anhang: Offenbarung 16,12-14:

"Und der sechste Engel goß seine Schale aus auf den großen Strom Euphrat; und sein Wasser vertrocknete, damit den Königen vom Aufgang der Sonne der Weg bereitet würde. Und ich sah aus dem Maul des Drachen und aus dem Maul des Tieres und aus dem Maul des falschen Propheten drei unreine Geister herauskommen, gleich Fröschen. Es sind nämlich dämonische Geister [w. Geister von Dämonen], die Zeichen tun und ausgehen zu den Königen der Erde und des ganzen Erdkreises [gr. oikoumene, d.h. der bewohnten Erde oder des Gebiets des Römischen Reiches], um sie zum Kampf zu versammeln an jenem großen Tag Gottes, des Allmächtigen."
Wahre Freiheit
Zitat bewusstsein: "Dieser Mensch hat gegen bestehendes Gesetz verstoßen und wird dafür bestraft."

Diese Antwort habe ich von Ihnen erwartet, "bewusstsein". Ihnen scheint nicht klar zu sein, dass Sie sich dadurch als einen hartherzigen "Gesetzes-Fachidioten" outen. Wenn Sie die kommunistischen Gesetze, die bis tief in die Privatsphäre der Bevölkerung eindringen und sogar bestimmen, was und wie man zu glauben hat, dann ist das eine grobe Verletzung der Grundmenschenrechte - freies Denken, freier Glaube - (und eine krasse Auflehnung gegen Gott und Seinen Willen) die jeder Weltbürger vom allmächtigen Schöpfergott der Bibel bekommen hat.

Zitat bewusstsein: "Sie würden überrascht feststellen, daß auch unsere Gesetze, Gesetze von Wahnsinnigen für Wahnsinnige sind und Sie absolut keinen Qualitätsunterschied feststellen können."

Wenn Sie in Ihrer geistigen Umnachtung die Gesetze einer Demokratie (wie in der CH, U.S.A., England, Australien) mit den Gesetzen in kommunistischen Ländern (China) gleichsetzen, zeugt dass leider nur von Ihrem Unwissen.

Zitat bewusstsein: "glauben Sie mir, den Chinesen gefällt mehr oder weniger wie sie regiert werden und würden ihr Land bis auf Blut verteidigen, sind außerordentlich stolz auf die Leistungen ihres Landes und darauf Chinesen zu sein. Vom kleinsten Arbeiter bis zum Funktionär."

Den "Nazi-Schergen" aus dem Hitler-Reich könnte in etwa den gleichen "Enthusiasmus" zugeschrieben werden. Ich bin aber fest überzeugt, dass noch lange nicht alle Chinesen mit der Regierung und der sozialistischen Materialismus-Indoktrinierung zufrieden sind. Jedenfalls nicht solche, die ein Herz haben und für die der Mensch nicht einfach eine "Ware" ist. Leider trägt da die chinesische Religion - der chinesische Universismus - nichts dazu bei, von dieser atheistischen Grundeinstellung loszukommen. Abar dank mutigen Missionaren haben auch im "Reich der Mitte" schon etliche christliche Gemeinden entstehen können und Menschen sind dadurch "vom Fluch" des grausamen unmenschlichen Kommunismus befreit worden. Und dies zählt dann für die Ewigkeit. Gott sei Dank!
ich will Ihnen gar nicht helfen
denn es ist aussichtslos.
Dieser Mensch hat gegen bestehendes Gesetz verstoßen und wird dafür bestraft.
Soweit dürfte es auch Ihnen, wenn auch unter allergrößten Anstrengungen, möglich sein, zu folgen.
Daß der Fall in Vietnam spielt, ist nicht der Rede wert. Ist ja alles Gesindel das nach unseren Massstäben eigentlich in den Knast gehört.
Auch wenn in China die Regierung auf andere Art an die Macht kommt als bei uns, wird sie doch vom Volk getragen - glauben Sie mir, den Chinesen gefällt mehr oder weniger wie sie regiert werden und würden ihr Land bis auf Blut verteidigen, sind außerordentlich stolz auf die Leistungen ihres Landes und darauf Chinesen zu sein. Vom kleinsten Arbeiter bis zum Funktionär.
Ich verwette meinen Kopf, daß Sie noch nie in China waren, nur mit Vorurteilen (das Unchristlichste,teuflischste überhaupt, das es giibt) arbeiten Sie und verbreiten ihre Dummheiten hier.
Was soll denn das Geschwafel von den Christen in der ganzen Welt?
Natürlich müssen die Christen missionieren und die Muslime auch, ebenso die Hindus und Buddhisten. Daraus entstehen dann die heiligen Kriege.
Bleiben Sie ruhig stehen im Mittelalter. Ihnen muß es ja gefallen.
Auch wir haben Gesetze, die beachtet werden müssen, ob es uns nun paßt oder nicht.
Legen Sie endlich Ihre Brille ab und betrachten diesen Globus so, als kämen Sie von irgendwo außerhalb - muß Ihnen doch leicht fallen. Sie sind doch nicht von dieser Welt - Sie würden überrascht feststellen, daß auch unsere Gesetze, Gesetze von Wahnsinnigen für Wahnsinnige sind und Sie absolut keinen Qualitätsunterschied feststellen können. Also wachen Sie endlich auf
40000 Christen in chinesischen Konzentrationslagern
Zitat bewusstsein: "Unterbezahlt ist relativ, (in China stirbt keiner an Hunger), die Ansprüche auch und auch der Betrachtungswinkel."

Bewusstsein, Sie sind ein merkwürdiger Komiker und sollten sich vielleicht jeweils zuerst informieren, bevor Sie Ihren "intelligenten Senf" abgeben:

Von der Schreckensherrschaft, die in den asiatisch-kommunistischen oder islamischen Ländern Tatsache ist, zeugt folgender Artikel:

Auszug aus dem Magazin "Missionsbote" 04/2007

Ksor Senat hat niemanden umgebracht, er hat auch nicht gestohlen oder jemanden betrogen. Ksor Senat ist Christ und hat gegen die Verbote einer atheistischen Regierung verstoßen. Er hat an Bibelstunden teilgenommen, er öffnete sein Haus für Gebetstreffen und er predigte von der befreien den Liebe Jesu. Er missachtete genaue Vorgaben der Regierung, wie man zu glauben hat und wie man auf keinen Fall glauben soll. In Vietnam ist ein derartiges Verhalten eine Provokation, die das Regime streng ahndet. 2004 enteigneten die Behörden Ksor Senat, um zu verhindern, dass von seinem Haus aus weitere evangelistische Aktivitäten ausgingen.
Ksor Senat demonstrierte gegen das Unrecht und beschwerte sich bei den staatlichen Parteistellen. Doch das brachte ihn nur in weitere Schwierigkeiten. Im Dezember 2004 verurteilte ihn ein Gericht zu 12 Jahren Haft. 7 Jahre wird er in einem Straflager verbringen, die letzten 5 Jahre unter Hausarrest. Freunde und Verwandte, die ihn besuchen durften, berichten das Schlimmste. Ksor soll gefoltert worden sein. „Sein linker Arm ist völlig taub, die Wärter verweigern ihm notwendige Medizin und er bekommt nur unzureichend zu essen", klagt ein Beobachter. „Vietnam ist wie eine lebende Apostelgeschichte", sagt ein Missionar aus den USA. Die Erlebnisse der ersten Christen nach Pfingsten, begegnen uns in den Erlebnissen der vietnamesischen Christen wieder. Es sind Berichte von Berufungen und wortmächtiger Verkündigung, von Missionsreisen ins innere, kaum erreichbare Bergland; Nachrichten von Bekehrungen und Wundem; aber eben auch traurige Geschichten von Verfolgung, Leid und Verrat.

Gegen die Anordnungen

Ksor Senat ist einer von vielen Hundert Evangelisten im Land. Ihm war die Gefahr klar vor Augen, als er gegen den ausdrücklichen Befehl der Obrigkeit weiter predigte und Bibeln verteilte. Seine Verhaftung und der Terror, den die Polizei in den ländlichen Gebieten ausübt, sollen die Christen entmutigen, ihnen den Elan nehmen und sie in ihre Häuser verbannen. Aber die Nachfolge Jesu kann man nicht eingrenzen, einhegen und ordnen. Die Lektionen des Haman und des Herodes, von Pilatus und Nero müssen nun auch die kommunistischen Herren in Vietnam lernen: Das Wirken Gottes ist nicht aufzuhalten.
(Stimme der Märtyrer)

"...gib Deinen Knechten, mit aller Freudigkeit zu reden Dein Wort" (Apg. 4, 29).

200 Millionen Christen von Verfolgung bedroht:

Rund 200 Millionen Christen in etwa 60 Ländern sollen nach Geheimdiensterkenntnissen von Verfolgung bedroht sein. Wie die katholische Nachrichtenagentur CNA (Denver/USA) meldet,
habe der britische Auslandsgeheimdienst M 16 einen entsprechenden Bericht veröffentlicht. Darin wird unter anderem auf die Situation im Sudan und im Irak hingewiesen.
Im dem afrikanischen Land seien Tausende Christen massakriert worden, ohne dass die islamisch-fundamentalistische Regierung eingeschritten sei.
Im Irak seien Christen gefährdet, weil sie keine eigene Polizei hätten, die sie verteidigen könne. Sowohl sunnitische wie schiitische Gruppen beschuldigten einheimische Christen der Kollaboration mit amerikanischen „Kreuzzüglem". Unter den Entführungsopfem nehme die Zahl der Christen zu. Im überwiegend muslimischen Pakistan seien im vergangenen Jahr mindestens 70 Christen umgebracht worden. In den zentralasiatischen Republiken Turkmenistan, Usbekistan und Tadschikistan würden vor allem russisch-orthodoxe Kirchenmitglieder diskriminiert. Muslimische Prediger, die unter dem Einfluss des islamischen Terrometzes El Kaida stünden, behaupteten, dass der christliche Glaube in engem Zusammenhang mit dem Kolonialismus stehe, und forderten die Ausweisung der Russisch-Orthodoxen.

KZs für Christen in Nordkorea

Auch in Nordkorea, der Volksrepublik China, Äthiopien, Nigeria und Uganda stünden Christen unter Druck. Nordkorea habe rund 50.000 und China etwa 40.000 Christen in Konzentrationslager gesperrt. Palästinensische Christen litten zunehmend unter der Radikalisierung der Muslime im Nahen Osten. ID
Schon klar Roland
"In wenigen Jahren werden uns die Chinesen weder als Absatzmarkt noch als Lieferant benötigen"
Das wäre dann also der Zustand, den wir hatten, bevor die Kommunistische Partei Chinas beschlossen hat, das Schaffen von Wohlstand und materiellem Glücksgefühl den Menschen zu überlassen. China als geschlossener Binnenmarkt? Darüber sind die Chinesen hinaus.
Warum die Welt vor China zittern muss
Kubra, Sie vergessen noch eine "winzige Kleinigkeit", die ich an anderer Stelle hier im Forum schon veröffentlichte und die ich Ihnen (falls Sie es nicht schon gelesen haben) nicht vorenthalten möchte:

Über China weiß der Durchschnittsbürger, dass es ein großes asiatisches Schwellenland ist, dass dort über eine Milliarde Menschen leben und dass dieses Land uns neuerdings vor allem in Afrika die Rohstoffe wegschnappt, wobei es - wie im eigenen Land - in seiner Außenpolitik keinen besonderen Wert auf die Einhaltung von Menschenrechten legt. Aber etwas mehr sollte es schon sein, denn was im Reich der Mitte vorgeht wird bald gravierendste Auswirkungen auf den gesamten Globus haben.

In seinem Buch „Crashkurs" vergleicht der bekannte Börsenmakler Dirk Müller (s. TOPIC 1/09) den Aufstieg Chinas mit Aufstieg und Fall anderer großer Mächte. Er stellt fest, dass sich ein bestimmtes Muster im Verlauf der Geschichte wiederholt: Ein ganzes Volk ist plötzlich willens, sich aus seiner erbärmlichen Lage zu befreien, koste es, was es wolle. Es nimmt äußerste Entbehrungen, ja, Kriege in Kauf. Dann, irgendwann, ist es geschafft: Der Wohlstand steigt auch für breite Bevölkerungsschichten, die Menschen ziehen sich ins Privatleben zurück und wollen endlich ihr Leben geniessen. Sie vernachlässigen ihr Gemeinwesen und sind nicht mehr wachsam gegenüber inneren und äußeren Gefahren. Die Sucht nach immer neuen Vergnügungen führt schließlich zu einem Zustand des sittlichen und kulturellen Niedergangs, in dem dieses Volk dann jenen anderen Völkern zur Beute fällt, die ebenfalls „endlich besser leben" wollen. So war es mit dem alten Rom, und wir, so Müller, „haben einen ähnlich dekadenten Status erreicht wie die Römer zu Beginn ihres Untergangs".

Andere Völker erwachen, z. B. China. Wir machen uns keine Vorstellung von der Dynamik und Gewalt dieses Erwachens: „1,3 Milliarden Menschen, die unseren Wohlstand vor Augen haben! 1,3 Milliarden Menschen, die sich ungefähr in der mentalen Phase der Amerikaner während des Goldrauschs befinden!" China hat seine Währungsreserven innerhalb von nur vier Jahren vervierfacht. Während noch 1981 über die Hälfte der Bevölkerung unter dem Existenzminimum lebte, waren es zwanzig Jahre später nur noch acht (!) Prozent. „Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass wir dieses Volk nicht werden stoppen können. Die chinesischen Menschen werden uns wirtschaftlich und damit auch im politischen Einfluss genauso überrennen wie einst die Goten das alte Rom oder wie die Amerikaner an den Europäern vorbeigezogen sind. Mit einem gravierenden Unterschied: Wegen der globalisierten Welt und der internationalen Vernetzung durch Telekommunikation, Internet-Satellit und Hochleistungsfrachtverkehr wird diese Entwicklung in Höchstgeschwindigkeit geschehen." Ja, aber das sind doch Kommunisten!? Na und? Die heutige chinesische Kommunistische Partei geht ausgesprochen sachlich vor. Entscheidend ist das Ziel - was aufhält, wird aus dem Weg geräumt: „In China wächst eine Form des Kapitalismus heran, die in dieser Brutalität und Rücksichtslosigkeit noch in keinem westlichen Staat je ausprobiert wurde." Aber wir haben Schwierigkeiten, die chinesische Strategie und deren Auswirkungen in ihrer ganzen Breite zu erkennen, und zwar weil die westliche Vorgehensweise eine andere ist: „Der chinesische Weg führt wie die 36 Strategeme nicht mit brutaler Gewalt durch das Haupttor, sondern durch List und Strategie über verschlungene Wege zum Ziel, während die Amerikaner noch immer im Wildweststil durch die "Saloontüre" stürmen." Die sogenannten 36 Strategeme sind kleine Taktiken mit harmlos klingenden Titeln, die auf ein uraltes Handbuch der Kriegskunst zurückgehen. Sie dienen dazu, durch geschickte Täuschung ohne Gewalt ein Ziel zu erreichen. Im Westen sind die Strategeme nur manchen Managern bekannt, aber in China wachsen schon die Kinder damit auf. Während die Anwendung von List in China als ehrenwert gilt, würden wir hier im Westen privat und geschäftlich von Betrug reden und so etwas ungeheuerlich finden. Und so bilden wir mit chinesischen Studenten an unseren Universitäten die eigene Konkurrenz heran, schaufeln über Joint Ventures (Zusammenarbeit bei Projekten) unser Wissen nach China und wundern uns dann, wenn chinesische Produkte immer häufiger besser sind als unsere. Noch ein paar Jahre, schreibt Müller, dann werden uns die Chinesen nicht mehr brauchen. Dann werden sie sich die mächtigsten Rohstoffvorräte der Erde zusammengekauft haben und sich auf diesem Wege gleichzeitig gewaltige Absatzmärkte für ihre Produkte gesichert haben. In Afrika beispielsweise bauen sie Krankenhäuser, Schulen, Straßen - „alles mit chinesischen Unternehmen entwickelt und gebaut, bezahlt durch afrikanische Rohstoffe". In wenigen Jahren werden uns die Chinesen weder als Absatzmarkt noch als Lieferant benötigen. Womit wollen wir dann die vielen Waren bezahlen, die wir bei ihnen kaufen? Wir sind dann nur noch Rohstoff- und Machtkonkurrenten. Und das in einer Lage, in der China sozusagen den Finger am Abzug hat, weil es die USA „in eine perfekte Falle gelockt hat". Ein einziger Satz der Chinesen, sagt Müller voraus, würde ausreichen, die lästige Konkurrenz auszuschalten: „Wir kaufen ab sofort keine amerikanischen Staatsanleihen mehr" - (derzeit sind die USA mit knapp zwei Billionen Dollar bei den Chinesen verschuldet) -. Der Dollar würde dann innerhalb weniger Stunden zusammenbrechen und auf seinen Papierwert zurückfallen: null. Die Folgen würden gewiss auch China als Verkäufer von Waren in die USA selbst beschädigen, aber anschließend gäbe es definitiv nur noch eine global herrschende Volkswirtschaft: China. Die Chinesen haben „eine Situation geschaffen, die mit dem Besitz der Atombombe zu vergleichen ist. Mit einem entscheidenden Unterschied allerdings zum atomaren Gleichgewicht des Schreckens:

Die USA haben diese wirtschaftliche Atombombe nicht. Die Amerikaner wissen das. Wie werden sie in dieser für sie hochdramatischen Lage reagieren?

TOPIC April 2009
Manchmal
schaffen Sie's Roland, mich zu verblüffen.

Der Machtwechsel von einem Weltimperium zu einem anderen, war bisher immer von Krieg und Tod begleitet. Kein Imperium, dass sich eingerichtet hat in seinem "Glück", die Weltgeschicke bestimmen zu können, hat dieses Privileg bisher freiwillig und ohne matrialische Gegenwehr abgegeben. Soweit trifft Ihre Aussage zu.

Nur sollte man die USA nicht unterschätzen. Der Schmelztiegel lebt und weiss sich gut zu verkaufen, lernt dazu und ist ständig im Fluss. Solange die besten chinesischen Wissenschaftler immer noch am liebsten an den amerikanischen Unis z.B. in Standford lehren möchten, haben die Vereinigten Staaten von Amerika kein Problem mit der Konkurrenz.

Die Amis haben das Prinzip "fairer aber harter Wettbewerb unter Gleichberechtigten" verinnerlicht. Das fehlt den Chinesen noch.
Ich schätze mal, dass die Amis ihren Vorsprung die nächsten 50 Jahre werden halten können.
China
Es ist wohl wieder einmal an der Zeit für "ein bisschen" Wahrheit!

China leitet strategische Wende ein

„Gesellschaftlich", urteilt der Börsenmakler Dirk Müller in seinem Buch „Crashkurs", „befinden wir uns in der Spätphase des Römischen Reichs [ ... ] Was für die Römer Glodiatorenkämpfe zur Unterhaltung und Ruhigstellung der Bevölkerung waren, sind für uns heute der Big-Brother-Container und die Fußballarena [...] Wir haben einen ähnlich dekadenten Status erreicht wie die Römer zu Beginn ihres Untergangs." Parallel zum Abstieg des Westens erfolge der Aufstieg einer neuen Supermacht - eine Entwicklung, die hier einfach nicht wahrgenommen werde: „Dort drüben erhebt sich eine Region, die vollkommen unterschätzt wird. Die meisten Menschen verbinden mit China noch immer romantische Bilder von Reisbauern auf ihren Feldern oder fahrradfahrenden Handwerkern mit einer uralten Nähmaschine auf dem Gepäckträger. Kaum jemand begreift, dass sich dieses Bild in den letzten Jahren dramatisch verändert hat." Wer das jetzt für übertrieben hält, dem sei die Lektüre eines Beitrags des chinesischen Wirtschafts-Professors Songzuo Xiang für die Süddeutsche Zeitung (30.4.09) empfohlen. Mit erstaunlicher Offenheit präsentiert er dort die Position seines Landes in Bezug auf die Ursachen der Wirtschaftskrise und die Lehren, die daraus zu ziehen seien. Die Vorherrschaft des Dollars sei der Grund der gegenwärtige Finanzkrise. Die chinesischen Führer hätten daher „den Kampf mit der Weltwährungsordnung aufgenommen und erkannt, dass der Dollar-Standard langfristig Chinas Wirtschaft mehr schaden als nutzen wird." Für eine so große und bevölkerungsreiche Volkswirtschaft wie China sei es „kein verlässlicher Weg, Produkte an den unersättlichen, verschwenderischen amerikanischen Konsumenten zu schicken." Die Krise habe die Verletzlichkeit und die Schwäche dieses Wachstumsmodells auf die schärfste Weise offengelegt. Man müsse sie daher als Ausgangspunkt einer historischen und strategischen Wende begreifen. Die Kommunistische Partei und die einfachen Leute seien sich darin einig, dass Chinas Volkswirtschaft drei Umbrüche beschleunigen müsse, „wenn sie ein nachhaltiges, langfristiges Wachstum erreichen will: Erstens muss das Wachstum stärker auf heimischer Nachfrage als auf Exporten fußen. Zweitens brauchen wir ein Wachstum, das weniger von arbeitsintensiver Produktion abhängig ist denn von technologischer Innovation und Humankapital. Und drittens müssen wir den Wandel von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft schaffen." Mit anderen Worten: China soll in Windeseile genau diejenige Entwicklung nehmen, die im Westen nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte - und zwar, wie Prof. Xiang betonte, einschließlich einer Lösung der sozialen Probleme, einer Reform des Gesundheitswesens und des Erziehungswesens. Für Westeuropa mag man das als dramatische Kampfansage verstehen, aber für die USA ist es geradezu eine Morddrohung.
Nie zuvor hat sich das Wirtschaftsmodell und damit die gesellschaftliche Konstruktion der Vereinigten Staaten einer solchen Gefahr gegenüber gesehen, und das in einer Situation, in der das Land ohnehin einem angeschlagenen Boxer gleicht. Den amerikanischen Politikern, Wirtschafts-Führern und Militärs muss wohl inzwischen klar sein, dass sie den drohenden Untergang nur mit einem gewaltigen Befreiungsschlag werden verhindern können. Das kann einem schon Angst machen!

© TOPIC-Magazin Juli 2009
Liebes Bewusstsein...
Ihr Zitat: Unterbezahlt ist relativ, (in China stirbt keiner an Hunger), die Ansprüche
auch und auch der Betrachtungswinkel.

So harmlos ist in China nach Ihrem Betrachtungswinkel alles.

Unterbezahlt ist sicher der richtige Ausdruck wenn man bedenkt unter welchen Umständen die Arbeiter ihr Tagwerk hinter sich bringen werden und das nicht in einer 40 Stundenwoche und vielleicht nicht freiwillig. An rechte Verpflegung, gute Schlafgelegenheiten und Freizeitbeschäftigung schon gar nicht zu denken.

Des Bewusstseins Betrachtungswinkel:
Und wenn es Ihnen nicht passt dann müssen sie einfach den Betrachtungswinkel ändern und bald ist alles wieder relativ. Von verhungerten Menschen wird nicht die Rede sein, man hat ja auch nie so etwas vernommen obwohl der chinesische Staatsapperat sehr offen und frei kommuniziert. Und wenn sie auch geschunden und ausgenützt werden, wie das der Westen immer wieder behauptet, ist das immer noch besser als arbeitslos sein.

Denkt man so wenn man Grün denkt. Ich spreche mich nicht "auf Teufel komm raus" für Atomkraftwerke aus, aber die Sache ist komplexer als sie es gern sehen möchten, besonders wenn man auch die humanitären Aspekte in Betracht zieht.

Es wär so schön wenn man statt "Der Himmel hängt voller Geigen" singen könnte:
Die unbebauten Erdflächen sind voller Windmühlen.
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