«Open Compute Project»
Facebook macht Rechenzentren grüner
publiziert: Samstag, 9. Apr 2011 / 13:19 Uhr
Open Compute Project - das Datenzentrum von Facebook in Oregon.
Open Compute Project - das Datenzentrum von Facebook in Oregon.

Palo Alto/London - Facebook will Rechenzentren rund um den Globus grüner machen. Dazu hat das soziale Netzwerk das «Open Compute Project» gestartet, in dem es die technischen Designs für sein Rechenzentrum in Prineville, Oregon, quelloffen mit der Öffentlichkeit teilt.

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Open Compute Project
«Grünere» Rechenzentren.
opencompute.org

Die Anlage nutzt demnach auf das wesentliche reduzierte Server und ist um 38 Prozent energieeffizienter und fast ein Viertel billiger im Aufbau als herkömmliche Rechenzentren.

«Damit will Facebook eine technische Kompetenz unter Beweis stellen, die es mit Google aufnehmen kann», meint Giorgio Nebuloni, Senior Research Analyst für x86-Server bei IDC. Energieffiziente Rechenzentren erscheinen dazu als probates Mittel. «Innovation auf Anlagenebene ist eine Kernkompetenz für Web-Unternehmen.» Zugleich tritt Facebook nicht als Konkurrent grosser Hersteller auf, sondern präsentiert die Chiphersteller AMD und Intel ebenso wie die Server-Anbieter Dell und HP als wichtige Projektpartner.

Effizienz ohne Schnickschnack

«Facebook und unsere Entwicklungspartner haben in den letzten beiden Jahren einige zehn Mio. Dollar investiert, um die effizientest mögliche IT-Infrastruktur zu entwickeln», so Jonathan Heiliger, Facebook VP of Technical Operations. Zu den Open-Compute-Ansätzen zählen Server, die auf alle nicht-essenziellen Teile wie Logos, Sticker oder auch Frontverkleidungen verzichten. Dadurch fallen sie um über 2,7 Kilogramm leichter aus als normal. In einem Rechenzentrum spart das tonnenweise Material, das weder hergestellt, transportiert noch irgendwann entsorgt werden muss.

Zugleich ist das Rechenzentrum auf eine hohe Energieeffizienz hin optimiert. Die sogenannte «Power Usage Effectiveness» (PUE), die das Verhältnis vom Stromverbrauch der gesamten Anlage zum reinen IT-Equipment-Verbrauch angibt, liegt mit 1,07 nahe am theoretischen Idealwert von eins. Bisherige Facebook-Rechenzentren haben es laut Unternehmen auf eine PUE von 1,5 gebracht. «Das sind Verbesserungen auf Systemebene, da effektiv normale Opteron- und Xeon-CPUs zum Einsatz kommen», sagt Nebuloni. Die grössten Fortschritte ortet er bei den Netzteilen sowie der Belüftung und dem somit reduzierten Kühlbedarf.

Optimierung für alle

Über das Open Compute Project stehen Details zum in Prineville genutzten Server- und Anlagendesign der Allgemeinheit zur Verfügung. Dabei betont Facebook, dass beispielsweise Dell schon den Spezifikationen entsprechende Server an anderen Standorten umgesetzt hat. «Die technologischen Verbesserungen werden wohl mit der Zeit zumindest zu einem gewissen Grad breitere Anwendung finden», meint Nebuloni. Er geht davon aus, dass viele Rechenzentren speziell indirekt profitieren werden, weil Gerätehersteller Technologien in ihre Produkte übernehmen.

Der Analyst sieht es als wichtig, dass Facebook die Bedeutung grosser Hardwarepartner für das Projekt stark herausstreicht. «Google und andere Cloud-Grössen nutzen meist Whitebox-Anbieter aus Kostengründen und wegen Fragen des geistigen Eigentums», erklärt Nebuloni. Facebook dagegen sendet mit dem Fokus auf Partner wie Dell und HP das Signal, dass man wohl vorläufig zum Konkurrenten in Sachen Enterprise-Cloud-Services wird.

(bert/pte)

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