Gegen die Verschwendung von Lebensmitteln
Coop verkauft verhagelte Aprikosen
publiziert: Montag, 29. Jul 2013 / 13:05 Uhr
Auch Aprikosen die von der «Norm» abweichen ergeben eine sehr schmackhafte Konfitüre.
Auch Aprikosen die von der «Norm» abweichen ergeben eine sehr schmackhafte Konfitüre.

Basel/Bern - Der Detailhändler Coop wartet mit einer Sommeraktion auf: verhagelte Aprikosen aus dem Wallis werden während der kommenden zwei Wochen zur Herstellung von Konfitüre feilgeboten. Künftig soll zudem vermehrt optisch nicht einwandfreies Gemüse sowie weiteres nicht normenkonformes Obst seinen festen Platz in den Regalen bekommen.

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Dafür ruft Coop die Produktelinie «Ünique» ins Leben, wie der Detailhändler am Montag mitteilte. Den Namen habe man gewählt, weil die darunter angebotenen Obst- und Gemüsesorten «eben einzigartig» seien, erklärte Sprecher Ramón Gander auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Wie es im Communiqué heisst, stellt Coop «zunehmend fest, dass Konsumenten vermehrt Verständnis haben für die Launen der Natur und bereit sind, auch aussergewöhnliche Naturprodukte zu kaufen».

Die Aprikosenaktion sei der erste Schritt, damit möglichst alle geniessbaren Früchte und Gemüse gegessen würden. Ab Mitte August sollen daher auch «dreibeinige Rüebli, krumme Gurken und übergrosser Blumenkohl» in die Läden kommen.

So will der Detailhändler dabei helfen, die Überproduktion in der Landwirtschaft abzubauen und die Verwertung der ganzen Ernte zu fördern. Dass dies bis anhin nicht der Fall gewesen sei, führt Coop-Sprecher Gander eher auf die anspruchsvollen Wünsche der Kunden als auf die Bedürfnisse nach genormten Produktionsketten der Grossverteiler zurück.

Obstproduzenten begrüssen das Vorhaben

Josef Christen vom Schweizer Obstverband sagt dazu, es handle sich hierbei eben um die Frage, was zuerst war, das Huhn oder das Ei. Ob es die Konsumenten seien, die optisch nicht makellose Produkte verschmähten und die Grossverteiler daraufhin ihr Angebot angepasst hätten oder umgekehrt herum, das sei schwierig zu sagen.

Generell begrüsse sein Verband die Aprikosenaktion, erklärte der Sprecher. Es sei ja schliesslich zum Vorteil der Produzenten, wenn sie so viel wie möglich von ihrer Ernte verkaufen könnten. Und nicht zuletzt sei die Initiative zur aktuellen Aktion von den Walliser Bauern selbst gekommen.

(bert/sda)

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Dreibeinige Rüebli
Mir ist beim Gemüsekaufen völlig egal, auf welche Seite die Karotte gebogen ist und wieviele Beine sie hat. Ich kaufe grundsätzlich jedes Gemüse, welches noch unverdorben ist.

Das eigentliche Problem ist, dass man in den letzten Jahren vermehrt mit Frischgemüse auch gleich deren unangenehme und ungeniessbare Parasiten mitkauft. Schimmelpilze machen sich zunehmend breit. Räume, in denen Früchte und Gemüse mit Schimmelpilzbefall lagern, sind danach kontaminiert, da sich Pilze und Sporen unsichtbar und überall festsetzen, um auf den nächsten Wirt zu warten.

Chemische Keulen gegen Pilze sind kein Thema. Eine gute biologische Waffe gegen Schimmel sind Trockenheit und Sonne. Das verhindert zwar nicht den Befall, aber deren Gedeih.
Wahrscheinlich müssen die Grossverteiler ihre Transport- und Lagersysteme gelegentlich überdenken, denn Kühlräume sind aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit ein Paradies für Pilze.
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