Chancen für Abfallwirtschaft und Bioenergie
publiziert: Montag, 4. Feb 2008 / 23:32 Uhr

Hamburg - Seit der Veröffentlichung der UK Biomass Strategy im Mai 2007 hat sich in Grossbritannien im Bereich der Müllverarbeitung und der Bioenergiegewinnung einiges getan.

Bis 2015 sollen 7 Prozent des britschen Wärmevolumens aus Bioenergie stammen.
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Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, neuen Energietechnologien zum Durchbruch zu verhelfen.
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Allein aufgrund der EU Deponie-Richtlinie in Grossbritannien sind im Laufe der nächsten zehn Jahre ca. 14 Milliarden Euro notwendig, um den Verpflichtungen gerecht zu werden, wie der IWR-Pressedienst schreibt.

Vorrangig gefördert werden Bioenergieprojekte zur Wärme- und Stromerzeugung sowie zur Herstellung nachhaltiger Industrieprodukte aus Abfall und Biomasse. Ausserdem ist geplant, stillgelegte Flächen neu zu erschliessen und den Anbau von nachwachsenden Rohstoffen zur Energiegewinnung massiv voranzutreiben.

Ziel ist, dass bis 2010 fünf Prozent aller Kraftstoffe des Landes aus erneuerbaren Quellen stammen, und bis 2015 sieben Prozent des nationalen Wärmevolumens aus Bioenergie bezogen wird. Zum anderen verlagert sich die nationale Abfallwirtschaft durch die verschärften Auflagen mehr und mehr auf private Unternehmen. Die Müllverarbeitungsindustrie boomt: Bis 2010 sollen 30 Prozent der Haushaltsabfälle kompostiert oder recycelt werden.

«Wachstum festgestellt»

Margaret Bates, Managerin des »SITA Centre for Sustainable Waste Management«, einem der grössten Institutionen Europas im Bereich nachhaltiges Müll-Management, bewertet das Geschäftsklima im Bereich Abfall und Recycling in Grossbritannien als sehr gut. »Wir können ein deutliches Wachstum in der Branche feststellen. Der politische Wille und der Druck auf die lokalen Behörden ergänzen sich sinnvoll. Dadurch entsteht ein grosses Potential für Unternehmen der Branche,« so Margaret Bates.

In den East Midlands werden zum Beispiel jährlich etwa 25 Millionen Tonnen Abfall erzeugt, davon ein grosser Anteil aus der landwirtschaftlichen Produktion, denn 80 Prozent der Fläche der East Midlands wird landwirtschaftlich genutzt. Ab 2008 werden in der Region keine weiteren Mülldeponien mehr errichtet.

Die regionale Wirtschaftsförderungsgesellschaft, die East Midlands Development Agency (EMDA), fördert die Ansiedlung ausländischer Unternehmen mit dem entsprechenden Branchen Know-how deshalb massiv: »Im Kampf gegen den Klimawandel sind innovative Konzepte gefragt«, so David Scrimgeour, Repräsentant der EMDA im deutschsprachigen Raum.

(ht/pd)

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