CVP will Stromfresser verbieten
publiziert: Sonntag, 18. Feb 2007 / 16:35 Uhr

Bern - Die CVP will als energiebewusste Partei in den Wahlkampf ziehen. Die Parteispitze verlangt ein Verbot der Energiefresser unter den Haushaltgeräten. Zudem will sie bei Geräten ansetzen, die in ausgeschaltetem Zustand Strom verbrauchen.

Die CVP schreibt das Thema Energie und CO2-Emissionen auf ihre Agenda.
Die CVP schreibt das Thema Energie und CO2-Emissionen auf ihre Agenda.
Die Energieetikette müsse auch für Haushaltgeräte wie Kaffeemaschinen, Staubsauger, Fernsehgeräte oder Computermonitore gelten, fordert die CVP. Zudem müsse das System verschärft werden: Ab dem Jahr 2012 sollen nur noch Geräte der Klassen A und B zugelassen sein.

Wichtig sei auch, Energieverluste im Standby-Modus zu verhindern. Heute werde rund 5 Prozent des Stroms in der Schweiz von Geräten verbraucht, die ausgeschaltet seien und doch Strom brauchten. Solche Geräte dürften bis 2010 nicht mehr zum Verkauf zugelassen werden, wenn sie sich nicht per Schalter vom Netz trennen lassen.

Deutlichere CO2-Reduktion

Zudem bekennt sich die CVP zum Klimaschutz: Sie verlangt vom Bundesrat, auf eine deutliche Reduktion des CO2-Ausstosses hinzuwirken. Bis 2017 müsse eine Reduktion um 22 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 erreicht werden. Bis 2022 verlangt die Partei gar Einsparungen von 35 Prozent.

Die Vorschläge werden Anfang März dem Parteivorstand und der Delegiertenversammlung in Zürich vorgelegt. Von Parteipräsident Christophe Darbellay seien sie bereits abgesegnet worden, sagte Parteisprecherin Alexandra Perina zu einem Bericht der Westschweizer Sonntagszeitung «Le Matin Dimanche».

Umsetzung der Wahlplattform

Die Vorschläge dienen der Umsetzung der im Januar von der Delegiertenversammlung beschlossenen Wahlplattform der CVP.

(ht/sda)

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