CO2-Konzentration mit Rekordwert
publiziert: Freitag, 3. Nov 2006 / 15:13 Uhr / aktualisiert: Freitag, 3. Nov 2006 / 15:31 Uhr

Genf - Die Konzentration des Treibhausgases Kohlendioxid hat im Jahr 2005 einen Rekordwert erreicht. Das berichtete die Weltwetterorganisation (WMO) in Genf.

Die Treibhausgase werden zum grossen Teil beim Verbrennen von Öl, Gas und Kohle frei.
Die Treibhausgase werden zum grossen Teil beim Verbrennen von Öl, Gas und Kohle frei.
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Wenige Tage vor Beginn des Weltklimagipfels in Nairobi teilten die Wetterforscher mit, dass die Konzentration des klimaschädlichen Gases von 2004 auf 2005 erneut um ein halbes Prozent gestiegen sei.

«Das geltende Kyoto-Protokoll wird nicht ausreichen, um diese Konzentrationen zu stabilisieren, vielleicht wird es die Zunahme bremsen», warnte WMO-Chefwissenschafter Geir Braathen.

Gestiegen ist auch der Gehalt von Lachgas, dem so genannten Distickstoff-Oxid (N2O), das ein weiteres sehr wirksames Treibhausgas ist. Die Konzentration von Methan (CH4) blieb hingegen auf hohem Niveau gleich.

Steigerungen seit 1750

Gemessen an den Werten, wie sie um das Jahr 1750 und damit vor der Industrialisierung herrschten, ergeben sich folgende Steigerungen: Kohlendioxid (CO2) plus 35,4 Prozent, Lachgas plus 18,2 Prozent und Methan plus 154,7 Prozent.

Gemeinsam seien diese drei Gase für 88 Prozent des Treibhauseffektes verantwortlich, hiess es bei der WMO weiter. Die Gase werden zum grossen Teil beim Verbrennen von Öl, Gas und Kohle frei.

Dem Bericht zufolge betrug die durchschnittlichen Konzentration von CO2 im Vorjahr 379,1 ppm (Teile pro Millionen Teile). Bei Methan waren es 1783 ppm, bei Lachgas 319,2.

Drastische Mittel nötig

CO2 ist alleine für 62 Prozent der vom Menschen verursachten Erderwärmung verantwortlich. Um das Kohlendioxid wirklich zu reduzieren, müssten viel drastischere Mittel ergriffen werden als bislang, ergänzte Braathen.

Unter anderem darüber wird vom 6. bis zum 17. November auf dem Klima- Gipfel in Nairobi beraten. Dort sollen auch die Weichen gestellt werden für die Zeit nach dem Auslaufen des Kyoto-Protokolls im Jahr 2012.

Laut dem UNO-Klimarat IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) ist der grösste Teil der Erderwärmung in den vergangenen 50 Jahren auf von Menschen gemachte Treibhausgase zurückzuführen. Die Substanzen halten zunehmend die Sonnenenergie in der Atmosphäre - und damit auf der Erde - zurück.

(fest/sda)

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