Bio-Produktion reduziert Treibhausgas-Ausstoss
publiziert: Sonntag, 8. Apr 2007 / 16:44 Uhr

Wien - Vergleiche der Treibhausgasemissionen aus dem Ackerbau zeigen, dass die Bewirtschaftung nach den Richtlinien des biologischen Landbaus zu einem deutlichen Rückgang der Emissionen führt, wie www.bio-austria.at berichtet.

Gründüngungen und pflanzliche Bodenbedeckung verringern den CO2-Ausstoss.
Gründüngungen und pflanzliche Bodenbedeckung verringern den CO2-Ausstoss.
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So werden nach einer Umstellung von einem intensiven konventionellen Betriebsmodell auf biologischen Landbau 50 % weniger Kohlendioxid und 80 % weniger Methan emittiert. Die Lachgasemissionen werden um fast 99 % reduziert. Österreichs Biobauern verzichten auf 200.000 Tonnen chemisch-synthetischer Düngemittel, berichtet der österreichische Dachverband Bio-Austria.

Rund 20.500 österreichische Biobauern bewirtschaften bereits 400.000 ha mit organischen Düngern wie Tiermist oder Kompost. Experten schätzen, dass weltweit rund 400 - 800 Mio. Tonnen Kohlenstoff von landwirtschaftlichen Böden durch eine biologische Bewirtschaftung aufgenommen werden könnten.

Flächenbezogene Reduktion

Alleine durch den konsequenten Verzicht auf chemisch-synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel, für deren Produktion enorme Mengen an fossilen Energieträgern verbraucht werden, kommt es Dank der biologischen Wirtschaftsweise zu flächenbezogenen Einsparungen von bis zu 60 % an fossilen Energieträgern gegenüber der konventionellen Landwirtschaft.

Und wissenschaftliche Studien belegen: Intensive, konventionelle Ackerbaubetriebe könnten durch eine Umstellung auf Bio-Landwirtschaft ihre Treibhausgasemissionen entschieden reduzieren und bis zu 50 % weniger Kohlendioxid sowie 80 % weniger Methan emittieren.

Bio-Humuswirtschaft bindet CO2

Ein überaus großes Potential an CO2-Verminderungen liegt in der schonenden Bodenbewirtschaftung des Biolandbaus: Gründüngungen und andauernde Bodenbedeckung durch Pflanzen halten die Böden fruchtbar und verringern die Abgabe von Kohlendioxid aus den Böden.

Gleichzeitig erfolgt durch die biologische Bodenbewirtschaftung der Aufbau von wertvollem Humus, wodurch CO2 langfristig im Boden gebunden wird. Experten schätzen, dass weltweit rund 400 - 800 Millionen Tonnen Kohlenstoff von landwirtschaftlichen Böden durch eine biologische Bewirtschaftung aufgenommen werden könnten.

(ht/pd)

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