Basler Geothermie-Projekt: Heisswasser vermutet
publiziert: Dienstag, 4. Dez 2007 / 10:59 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 4. Dez 2007 / 15:40 Uhr

Basel - Auch ein Jahr nach den Erdbeben ist unklar, ob das Basler Geothermieprojekt eine Zukunft hat. Die verantwortliche Geopower AG stellte erste Untersuchungserkenntnisse vor. In 3000 Metern Tiefe wird nutzbar heisses Wasser vermutet.

Die Messergebnisse werden ausgewertet.
Die Messergebnisse werden ausgewertet.
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Das Geothermie-Pionierprojekt will mittels Einpressen von Wasser in 5000 Metern Tiefe heisse Gesteinsschichten durchgängig machen, so dass diese als Durchlauferhitzer zur Strom- und Wärmeproduktion verwenden werden können. Nach dem Einpressen kam es jedoch zu mehreren spürbaren kleineren Erdbeben, die Ängste auslösten.

Seit dem Stopp der Einpressungen werden die bis dato gewonnenen Messergebnisse und anderen Daten ausgewertet. Dabei ist eine Gesteinszone in 3000 Metern Tiefe aufgefallen, in der man ein Heisswasserreservoir vermutet. Dieses könnte möglicherweise zu Heizzwecken oder sogar Stromgewinnung genutzt werden, hiess es.

138 Grad warm

Dort eingedrungenes Wasser war mindestens 138 Grad warm, wie Markus Häring ausführte; er ist Chef der am Projekt beteiligten Geothermal Explorers Ltd.

Wegen dem Abbruch der Einpressungen ist die durchlässige Zone im Tiefengestein jedoch nicht ausreichend gross. Dreidimensionale Modelle der vom «Klüften» ausgelösten Mini-Beben belegen immerhin die erwartete Ausbreitungsrichtung. Dank umfassender Überwachung liege zum Basler Projekt einzigartiges Datenmaterial vor.

Schäden noch nicht bereinigt

Die Risikoanalyse, aufgrund der die Basler Regierung über eine Fortsetzung des Geothermie-Projektes entscheiden will, wird erst Anfang 2008 in Auftrag gegeben. Resultate sollen Ende 2008 vorliegen. Derzeit ruht das Projekt: Die Anlagen werden nur überwacht; der teure Bohrturm steht nicht mehr in Basel.

Die vor allem von Hausbesitzern gemeldeten Erdbeben-Schäden sind noch nicht bereinigt: Vier Fünftel der 2500 Schadenfälle seien «bearbeitet»; ein Drittel sei mit einer Versicherungszahlung abgeschlossen worden. Die Geopower verspricht nun, auf die nach einem Jahr übliche Verjährung der Forderungen zu verzichten.

(ht/sda)

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